Sonntag, 8. Februar 2009
Welt ist wieder in Ordnung
Unterwegs sinnierte ich so vor mich hin und plötzlich fiel mir ein, dass die Halle am Vormittag immer von einer Gruppe belegt ist die mit Andrea Loidl trainiert. Während meines Basistrainings für Tierkommunikation hat sie auch jemand mal erwähnt und irgendwann einmal hab ich einen schon etwas vergilbten Aushang von ihr an der Hallenwand gesehen, aber nicht sonderlich darauf geachtet.
Wenn man seinen Geist offen hält dann finden sich plötzlich Gedanken zusammen. Das war doch genau das was ich jetzt mit meinem munteren Hafi brauchte. Ich bin auch gleich weiter zur Halle gefahren, hab den Anschlag gesucht, Frau Loidl angerufen und ziemlich sicher aufgeweckt. Sie bot mir an bei der heutigen Stunde mal dabei zu sein um mir ihren Stil anzusehen. Sehr symphatisch fand ich das. Ich schilderte ihr ganz kurz was ich erreichen möchte und sie meinte das ich Liberty gerne gleich mitzunehmen kann, sie würde ihn einfach als „Vorzeigepferd“ benutzen.
Natürlich war ich gleich dabei. Wir ritten zur Halle, die Stunde fand mit 2 weiteren Teilnehmern statt von denen eine auch Bodenarbeit machte, so wie ich und die andere alles schon vom Pferd aus. Andrea schnappte sich Liberty, nannte ihn „Hase“ und machte einfache Übungen mit ihm. (Führen, kleine Volten um sie, Weichen, Schulter herein…). Während dessen gab sie den anderen Anweisungen und niemand fühlte sich bezüglich ihrer Aufmerksamkeit benachteiligt. Ihr Stil gefiel mir außerordentlich gut sowohl in der Kommunikation mit mir (da bin ich sehr anspruchsvoll bei Trainern) und v.a. im Umgang mit Liberty. Schon alleine weil sie in „Hase“ nannte war ich sehr von ihr eingenommen weil ich das selbst immer mache.
Kurz gesagt, meine Welt ist wieder in Ordnung. Ich will mit der Korrektur nicht warten bis es zu spät oder irgendwas passiert, sondern gleich den optimalen Umgang mit meinem Pferd lernen um eine perfekte Kommunikation zwischen uns zu erreichen.
Weiter Berichte über das Horsmanship Training folgen bestimmt!
Nicht so lustig
Liberty hatte seinen „freien“ Tag und ich wollte mit ihm Zirkuslektionen üben und dabei gleichzeitig ein bisschen spazierengehen damit er rauskommt bei dem Sauwetter. Wir hatten, wie schon berichtet, sehr viel Schnee der aber im Föhn der letzten Tage zu einer Matsch-Eisschicht verschmolzen ist. Liberty bekam sein Knotenhalfter umgebunden und wir gingen los. Lara war dabei und sauste wie immer voran. Zu unserem 2. Viereck bzw. der Ovalbahn muss man zuerst über ein steileres Stückchen Weg bergab gehen, dann durch ein Wäldchen und schlussendlich entlang der Koppeln. Gehzeit ca. 15 – 20 Minuten.
Liberty wollte sich einige Male losreisen, buckelte ein bisschen und zappelte herum. War aber kein Problem, ich hatte das Seil sehr kurz und ihn dadurch gut unter Kontrolle. Ich dachte einfach er ist aufgeregt wegen dem Föhn und voller Tatendrang. Der Weg war sehr mühsam weil zum Teil das Wasser über 10 cm hoch stand und Schmelzwasserbäche überall herabflossen. So kamen wir unter viel gezicke zum Viereck das ebenfalls unter Wasser stand. Bei den Übungen selbst war Liberty brav wie immer, aber weil ich schon total aufgeweicht war wollte ich bald wieder zurück.
Normalerweise ist Liberty am Rückweg ruhig und trottet brav neben mir her. Nicht so an diesem Tag. Er hüpfte wieder herum, versuchte sich loszumachen und als ich einen Moment nicht richtig achtgab ließ ich das Seil eine Spur zu lang. Somit gab ich Liberty beim nächsten Hüpfer die Chance seinen Kopf nach vorne zu drücken und er galoppierte los. Da ich aber nicht auslassen wollte hing ich, wie in einem Westernfilm, am Seil und schleifte über den Matsch auf dem Bauch mehrere Meter hinter ihm her. Als ich auf einen Apfelbaum zuschlitterte, lies ich zwangsläufig los. Diesmal war ich wirklich zornig als Liberty buckelnd Richtung Stall lief und mein Hund bellend hinterher. Kurz blieb Liberty stehen, rannte wieder auf mich zu und wäre er tatsächlich gekommen hätte ich ihm alles verziehen. Leider machte er kehr und lief weiter Richtung Stall. Ich sah aus wie ein Wildschwein das sich gerade im Dreck gewälzt hat. Lara weg, Liberty weg.
Als ich im Stall ankam wartete Liberty wieder seelenruhig auf mich. Unser Stallgehilfe, Valentin, hatte ihn angebunden. Neben ihm Lara, der treulose Hund, mit ihrem unvermeidlichen Steckerl im Maul. Normalerweise hätte ich mir das Pferd geschnappt und wäre nochmals eine Runde gegangen um ihm, wie damals beim Ausreiten, die Sinnlosigkeit seines Verhaltens zu zeigen. Weil es aber so rutschig war und ich außerdem nass und dreckig bis in die Haarspitzen, wollte ich nicht nochmals weg.
Ich hab Liberty abgehängt, ihm tief in die Augen gesehen und ihm einmal mit der Gerte eine über die Krupp gezogen. Vorher hab ich noch genau geprüft dass ichs nicht aus Aggressivität oder Zorn mache, sondern um ihm zu zeigen, das sein Verhalten falsch war. Dann gings ohne das übliche Leckerli zurück in seinen Laufstall. Er zottelte lammfromm hinter mir her.
Den ganzen Tag über war ich ziemlich niedergeschlagen und frustriert. Ein Anruf von Franz am Abend hat mich etwas getröstet weil er mir wieder mal bestätigt hat das solche Verhaltensweisen bei einem jungen Pferd vollkommen normal sind. Außerdem hat er sich naseweise Sprüche wie „hab ich dir ja gleich gesagt,..“ usw. erspart. Ein herzliches Dankeschön dafür an dieser Stelle. Grundsätzlich und in der Theorie weiß ich eh das „Rückschläge“ in der Beziehung zu seinem Pferd einfach dazugehören. Trotzdem fühlt man sich irgendwie persönlich gekränkt und beleidigt.
Freitag, 6. Februar 2009
Liberty und die Isländer
Freitag, 30. Januar 2009
Endlich viel Schnee
Jetzt hat es endlich einmal ordentlich geschneit bei uns der Wienerwald ist wunderschön. Am ersten Schneetag ging ich mit Lara und Liberty nur spazieren um auf unserem verschneiten Viereck ein paar Bodenübungen zu machen. Hat den beiden tierisch viel Spaß gemacht, vor allem unserem Hundchen. Aber auch Liberty fuhr immer wieder mit der Nase in den Schnee und schob ihn vor sich her und hatte merkbar gute Laune.
Gestern hatte ich dann Trainerstunde was wieder sehr spannend war beim angaloppieren aus dem Schritt. Die neue Methode seinen Unmut zu zeigen ist jetzt nicht mehr austreten und buckeln sondern rückwerts zu laufen. Das war ein grober Fehler von Liberty, jetzt weiß ich nämlich wie schnell er dass wirklich kann wenn er will.
Heute hatte ich endlich die Gelegenheit mit Liberty in aller Früh durch den tiefen Schnee zu reiten. Es ist kaum möglich sich dem wunderschönen Anblick der verschneiten Gegend zu entziehen vor allem weil wir die ersten waren die unsere Spur gezogen haben. Eine Gruppe von drei Rehen, die ich sehr oft sehe, hat uns begleitet,... wie im Märchen.
Ab morgen sind wir einige Tage in Großarl im Schiurlaub. Mir tut es total leid das wir gerade jetzt fahren wo es bei uns so schön ist. Der junge Bonka hat schon mit feuereifer die Schipiste präpariert.
Werd meinen Kleinen sicher vermissen!
Freitag, 23. Januar 2009
Trainingsstatus
Momentan liegt unser Schwerpunkt auf dem „gestellten“ angaloppieren aus dem Schritt. Noch sieht es aus als würde ich an einem Rodeo teilnehmen aber es wird besser. Liberty gibt in einer kleinen Volte im Schritt und im Trab ganz brav die Krupp herein wenn ich den Sporen anlege aber sobald wir im großen Zirkel sind ist es vorbei mit dem Brav sein. Der Kleine wird dann richtig zickig und zornig. Bleibt stehen, hält den Kopf nicht unten, beginnt ohne Kommando zu traben,… sobald ich dann nur ganz leicht mit dem Außenschenkel ankomme schägt er zuerst aus, buckelt und rast dann davon. Ich bin dann immer froh das ich ein kleines Pferd habe und er sich trotz seiner Mätzchen gut und rasch wieder unter Kontrolle bringen lässt. Es geht ihm dabei auch nicht darum mich loszuwerden sondern er drückt seinen Ärger aus.
Mittlerweile, und mit viel Übung ist es jetzt soweit das die erste Runde schon gut funktioniert. Wir gehen ruhig im Schritt, versammelt, Krupp herein, und erst auf das „Bussi“ darf er angaloppieren. Wenn er aber mal gelaufen ist wird’s schwierig weil dann eben kaum im Schritt zu halten ist.
Mein Trainer schwärmt mir immer vor wie geil es sein wird wenn Liberty ganz entspannt zwischen den Zügeln laufen wird. Ich und mein Kreuz freuen sich auf diesen Tag :-)
Montag, 12. Januar 2009
Im Wald verloren...
Es war wunderschönes aber saukaltes Wetter, als ich eine gemütliche Runde durch den Wald mit Liberty drehen wollte. Er blieb zwar immer wieder kurz stehen und sah sich Richtung Stall um, ging aber willig auf eine kleine Aufmunterung hin, weiter. Als wir dann nach einer bergauf Kurve zu traben begannen, schreckte sich Liberty plötzlich und hüpfte kurz auf die Seite. Während ich mir noch den Hals verrenkte um nach der Ursache zu sehen machte er plötzlich eine perfekte Hinterhandwendung und stürmte quer zwischen den Bäumen recht steil bergab. Darauf war ich weder gefasst noch hatte ich Lust an einem Baum zu kleben und hab mich deshalb gegen den Sturz nicht sonderlich gewehrt.
Auf mein Rufen hin hob Liberty kurz das Arscherl und stürmte weiter Richtung Heimat, buchstäblich über Stock und Stein. Als ich kurz darauf im Stall anrief um zu melden das mein Pferderl wahrscheinlich gleich kommen würde, erklärte mir Franz das er schon da sei, ist direkt zum Futterplatz gegangen und lies sich sich willigst anhängen. Sehr entspannt stand Liberty da, als ich 10 Minuten später angekeucht kam. Geschimpft hab ich natürlich nicht mit ihm, eh schon zu spät und außerdem war ich froh dass er zurück zum Stall gelaufen ist. Wir sind aber sofort wieder losgeritten damit Libby nicht den Eindruck bekommt das sich ein Abwurf für ihn auszahlt. (Insgeheim vermute ich ja das das Erschrecken nur ein Vorwand fürs nach Hause laufen war) Lammfromm ist er dahingetrottet…war wahrscheinlich müde.
Franz verbreitet die Geschichte jetzt munter unter den anderen Einstellern was mir aber wenig ausmacht weil das so gut wie jedem mindestens einmal passiert. Hauptsache ist ja das ich weich gefallen bin, Liberty nichts passierte ist und ich nicht mal einen blauen Fleck hatte.
Freitag, 9. Januar 2009
Extreme Kälte
Die ganze letzte Woche war es bereits bitterkalt in Weidlingbach und Unterkirchbach wo Liberty steht. Wie schon beschrieben liegt der kleine Haflinger bevorzugt in seinem Mist, das hat er aber auch schon getan als es noch nicht so kalt war. Am Samstag Vormittag hat unser Stallbursche plötzlich bei mir angerufen und mich gefragt ob ich eine Decke für Liberty habe. Er habe nämlich beobachtet wie er sich den Mist regerecht zusammenkratzt und sich dann hineinlegt.
Da ich selbst ausnahmsweise einmal krank war ist Andi zum Krämer gefahren, hat Liberty eine Decke besorgt und dann gemeinsam mit Franz angelegt. Becky, seine Haflingerfreundin hat kurz versucht ihm die Decke herunter zu zupfen, aber bald aufgegeben.
Ich weiß nicht ob ihm wirklich so kalt war weil er sich mit der Decke noch immer genauso in den Mist legt und es an manchen Tagen sogar schafft bis zu den Wimpern dreckig zu sein. An dem Kleinen ist wirklich ein Mistkäfer verloren gegangen. Wie auch immer, schaden kann ihm die Decke auf jeden Fall nicht und er fühlt sich offensichtlich auch wohl damit.
Wenn ich nun in der Früh wenn es noch Dunkel ist in den Stall komme, läuft mir Liberty wie immer schon entgegen und sieht dabei aus als wenn er einen Pyjama anhätte, meist noch mit verwuschelter Mähne… sehr süß
Donnerstag, 1. Januar 2009
Silvester 2009
Montag, 29. Dezember 2008
Winterausritt
Gestern war er überhaupt lustig drauf und hat auf einer schönen Galoppstrecke durch den Wald plötzlich, mitten unterm laufen, zu buckeln begonnen. Hat sich aber sehr übermütig und nicht ärgerlich angefühlt. Ist ja noch jung der Kleine, da darf man das manchmal und solange er mich nicht dabei abstreift werd ich kein Drama draus machen.
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| Winterausritt |
Mittwoch, 24. Dezember 2008
Weinhachtsausritt
So sind wir einfach gemütlich herumgestapft haben bei einem Grasplatzerl eine kleine Freßpause gemacht und dann gabs eine Weihnachtsportion Äpfel, Karotten und Müsli.
SCHÖNE WEIHNACHTEN ALLERSEITS!
Montag, 22. Dezember 2008
Letzte Trainerstunde vor Weihnachten
Aber auch Liberty war heute einzigartig und Andreas konnte es gar nicht fassen wie brav routiniert der kleine Kerl alle Übungen herunterdrehte. Volte vergrößern, Krupp herein auf der kleinen Volte, große Zirkel im gleichmäßigen Trab, nach dem Gallopieren ruhig Schritt gehen, Rückwärts richten, fast perfekte Kopfhaltung am losen Zügel, Zügel weichen im Schritt und Trab - ich war selbst ganz erstaunt.
Beim Verabschieden hat Andreas zu Libby gemeint: " Super kleiner Mann, von Dir werden wir sicherlich noch viel hören." Ich war und bin natürlich mächtig stolz auf mein Pferderl.
Samstag, 20. Dezember 2008
Weihnachtsfeier
Leider kann ich die Fotos erst nach Weihnachten einfügen weil ich sie auf meinem Bürolaufwerk gespeichert habe.
Freitag, 19. Dezember 2008
Winter in Unterkirchbach
Heute Früh war dann gleich noch mehr Schnee in Ober- und Unterkirchbach, unser Stallbursche hat sich etwas weniger als ich darüber gefreut. Eh klar, er musste um 7.00 Uhr früh Schneeschaufeln. Zitat: "I hoss des Weda!"
Heute Abend ist Weihnachtsfeier im Stall und ich bin schon sehr gespannt wie es wird. Es klingt in jedem Fall sehr nett weil um 18.30 gibt es Glühmost und Punsch im Stall und dannach im Gasthaus was zu Essen. Besonders freu ich mich darauf die anderen Einsteller kennenzulernen. Mindestens die Hälfte der Isländer Besitzer hab ich noch nie zu Gesicht bekommen.
Dienstag, 16. Dezember 2008
Seminar für Tierkommunikation
Ziel war es nach den beiden Tagen, mit Tieren Kontakt aufnehmen und sprechen zu können Um es gleich vorauszuschicken, dieses Ziel hat jeder von uns sehr leicht erreicht. Alle Teilnehmer waren Pferdebesitzer und hatten außerdem noch mindestens ein anderes Haustier. In meiner Gruppe war das lustigste Gespräch mit Herbert „Bertl“ dem Hahn. Er erzählte uns von seinem Leben mit 5 Hennen, zeigte uns den Stall und riet seiner Besitzerin sich nicht so viele Sorgen um ihn zu machen. Die Kommunikation fand über Fotos der Tiere statt, welche als eine Art Adresse benutzt werden, mit der man sich verbindet. Es geht genauso gut mit Haaren der Tiere oder vielen Tierkommunikatoren reicht auch der Name. (Soweit waren wir natürlich noch nicht).
Bestätigung über die Richtigkeit unserer Aussagen über das jeweilige Tier war dann das Feedback der Besitzer, die vorher nichts über ihren Liebling erzählen durften, um uns nicht zu beeinflussen. Nach diversen Übungen mit den Fotos gingen wir in den Stall um ein paar Pferde zu interviewen und das war dann für mich schon ein sehr intensives Erlebnis weil das mir zugeteilte Pferd, das ich noch nie vorher gesehen hatte, so deutlich seine Wünsche und sein Befinden äußerte, dass ich mit dem Mitschreiben kaum nachkam. Die Besitzerin, die später dazukam bestätigte auch jedes Detail meiner Mitschrift.
Nadja Bacchi bietet auch weiterführende, aufbauende Kurse zum Thema Tierkommunikation an. Ich wird mich auf jeden Fall umschauen was es sonst noch so am Markt gibt weil ich denke, so wie bei der Menschenkommunikation, gibt es etliche verschiedene Ansätze und ich möchte gerne mehrere kennenlernen.
Nähere Infos gerne auf Anfrage: elisabeth.strohmaier@unitis.at
Donnerstag, 11. Dezember 2008
Winter und Kälte und Fortschritte
Dafür haben wir aber in den letzten Wochen riesige Fortschritte in der Halle gemacht. Die Versammlung in Schritt und Trab wird immer besser, der Galopp wird kontrollierter und auch Zirkel vergrößern macht Liberty jetzt sehr fein und ohne grobe Hilfen. Nur beim „Rückwerts richten“ ist er noch so ein richtiger fauler Sack und lässt sich sehr Bitten um dann schlurfend nach hinten zu latschen. Jetzt haben wir auch mit der Vorbereitung zum Spinning (schnelle Hinterhandwendung) begonnen und dabei könnte ich ihn immer knuddeln weil er das so brav macht. Das Lob gebührt da aber auch seiner Vorbesitzerin, die ihm da schon einiges beigebracht hat.
Ausreiten ist zur Zeit leider nicht so fein weil es unheimlich gatschig ist im Wald. Da wir im Schlamm schon einmal ein Eisen verloren haben bin ich auch doppelt aufmerksam. Außerdem geht’s bei uns im Wienerwald immer recht steil bergauf oder bergab und da bin ich auch ein bisserl vorsichtiger obwohl an dem Kleinen eine Gämse verloren gegangen ist. Freu mich schon sehr wenns einmal ordentlich schneit.
Mittwoch, 26. November 2008
Zirkuslektionen im Schnee
„Kompliment“ und „Leg dich“ geht schon komplett ohne Fußlonge oder Halftereinwirkung. Es reicht Liberty ganz leicht an der Fessel zu berühren. Wenn er liegt bleibt er auch schon sehr brav unten und steht recht langsam und kontrolliert wieder auf. Da möchte ich dann irgendwann das Sitzen daraus machen.
Der spanische Schritt wird noch ein bisserl dauern, ist aber auch in Ansätzen schon vorhanden. Vorgegangen bin ich dabei zuerst nach dem Buch von Nathalie Penquitt, bei dem man auf der Seite steht und sich mit dem Pferd bewegt. Hat leider gar nicht funktioniert weil er immer zu mir (bzw. zu den Leckerlies) rüberschnüffelt und sich nicht auf seine Beine konzentriert. Deshalb hab ichs jetzt nach Hellmayr probiert wo man vor seinem Pferd steht. Funktioniert weit besser. Die „Polka“ zwar noch nicht ganz aber es wird schön langsam.
Montag, 10. November 2008
Alltag
Auch beim Training mit Liberty lasse ich es jetzt ruhig angehen. Nach 2 Tagen Halle gibt’s einen Stehtag bzw. einen Tag an dem wir Zirkuslektionen üben, was ihm sichtlich großen Spaß macht. Das schönste ist es aber mit Liberty durchs Gelände v.a. durch den Wald zu reiten. Alleine für seine Ruhe, Geländegängigkeit und Gelassenheit würde ich ihn sofort wieder kaufen. Draußen reite ich ihn meist mit dem Glücksrad (gebisslos) steige zwischendurch immer wieder mal ab und lass ihn grasen. In diesen Pausen kann ich dann mit Lara ein bisschen Steckerl schmeißen. So haben wir alle was von diesen Ausflügen.
Freitag, 31. Oktober 2008
Beschlagen
Montag, 27. Oktober 2008
Endlich in der Herde
Deshalb habe ich immer wieder darauf gedrängt wieder einen Versuch zu wagen und Franz hat mir genehmigt, wenn ich dabei bleibe, Liberty zum hauseigenen „Alten“ auf die Weide zu stellen, auf den er beim letzten Versuch losgegangen ist. Mit Kontaktstock bewaffnet hab ich ihn auf die Weide gelassen und es war überhaupt kein Problem. Kurzes beschnuppern, leichtes quicken und dann wurde gegrast. Gegenüber stand die große Herde zu der auch Becky gehört. Ich blieb zur Sicherheit in der Nähe, setzte mich in die Sonne und genoss das friedliche Bild. Dann die Frau mit ihrem Isländer, der normalerweise beim „Alten“ im Garten steht. Franz hatte sich in der Zwischenzeit auch zu mir gestellt als Kathi zielstrebig auf uns zukam und Franz vehement darauf hinwies, das sie es nicht wolle das der Haflinger jetzt bei ihrem Isländer sei. Sie redete als wäre ich nicht vorhanden, bezeichnete mein Pferd als Raufhansl und ignorierte mich völlig. Franz war nicht wohl bei der Sache und ich ergriff die Initiative, holte Liberty heraus und brachte ihn auf die andere Seite zur großen Herde wo Becky schon mit zurückgelegten Ohren wartete. Sie hatte aber am selben Tag die Eisen herunterbekommen, deshalb war ich nicht besorgt sondern entschlossen und auch sauer auf Kathi und die Art mich zu ignorieren bzw. über mein Pferd zu sprechen. Becky lief auch sofort auf Libby zu und drehte ihm das Hinterteil zu um ihn zu treten. Plötzlich kamen unsere beiden Shagya Araber, echte Oldies, zu Libby und stellten sich zwischen ihn und Becky. Sie hörte daraufhin gleich auf und ich war ganz gerührt. Außerdem hat sich Libby zum ersten Mal nícht gestellt und zurückgeschlagen sondern ist weggelaufen. Sie hat es dann noch ein paar Mal ohne großen Eifer probiert und ihn dann ganz in Ruhe gelassen.
Heute nach dem Reiten hab ich Liberty sofort wieder in die große Herde gebracht und Becky hat schon von weitem nach ihm gewiehert ist ihm entgegengaloppiert, diesmal freudig und die beiden sind einträchtig nebeneinander abgezogen. Hab gleich Franz angerufen und ihm berichtet. Ihm ist hörbar ein Stein vom Herzen gefallen.
Juhuuu: Hätte sich Kathi nicht so über die Änderung aufgeregt, hätte ich Liberty nicht in die große Herde gestellt.
Dienstag, 21. Oktober 2008
Basics
Heute hatte er ohnehin seinen narrischen Tag. Normalerweise benimmt er sich immer vorbildlich wenn der Trainer dabei ist aber heute wollte er einfach nicht und führte sich auf wie beim Rodeo. Außerdem hatte ich noch Sporen oben, die ist er von mir auch noch nicht gewohnt. Beim Angaloppieren begann er dann prompt zu buckeln und in der zweiten Runde brach er aus dem Zirkel aus und stürmte Richtung Tür. Beim zweiten Anlauf klappte es dann in beiden Richtungen. Als ich ihn dann in seinen Privatgarten stellte hat er mir nachgewiehert. Da hab ich ihm natürlich seine Mätzchen gleich verziehen.
Sonntag, 19. Oktober 2008
Kleiner Schläger
Der letzte Versuch war heute ihn mit einem alten Wallach und einem Isländer zusammenzustellen die immer zu Zweit auf der Weide sind. Diesmal hat Libby, sobald das Tor offen war die Ohren angelegt und ging auf den Alten los. Der hat einen kaputten Fuß und kann sich gegen den kleinen Schläger nicht wehren. Als sich dann auch noch der Isländer einmischen wollte ging Franz dazwischen und führte Liberty wieder in seinen Privatgarten mit Apfelbaum und Sicht zu den anderen.
Donnerstag, 16. Oktober 2008
Abgeworfen
Dienstag, 14. Oktober 2008
Meine anderen Tiere
Kurz drauf bekamen wir Lara, unseren Dalmatiner-Labrador Mischling. Sie ist jetzt knapp 2 Jahre alt und hat sich gut neben Mischa behauptet. Sie drängt sich sehr stark in den Vordergrund und hat den Vorteil das man sie überall hin mitnehmen kann. Das geht mit Mischa und Liberty leider nicht.
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| Lara und Mischa |
Dienstag, 7. Oktober 2008
Durchgegangen
Beim Ausreiten auf unsere Galoppwiese, direkt oberhalb des Stalls und der Koppeln hat er gemeint das er jetzt nach Hause will und zwar schnell. Die Wiese ist recht lang und geht leicht bergauf, deshalb ist es dort auch so fein zu galoppieren. Als ich dann denselben Weg zurück nehmen wollte (jetzt weiß ich warum das sonst niemand macht) war er nicht im Schritt zu halten und los gings. Ich war in meiner Reaktion zu langsam, hab ihn nicht sofort eingedreht und dann wars zu spät. Der Kleine hatte bergab ein Wahnsinns Tempo drauf und regierte auf fast gar nichts mehr. Ich hab’s nur mehr geschafft ihn kurz bevor der Wald beginnt und ich mich schon an einem Baum kleben sah, die letzte Böschung raufzudrängen und ihn auf dem einzigen ebnen Fleckchen einzudrehen. Hat dann auch gleich funktioniert.
Während Libby außer Atem dastand hab ich mir eine passende Strafe überlegt und war gemein: Ich dachte wenn er galoppieren will, bitte sehr, aber nach meinen Regeln und auf ging es wieder, die Wiese bergauf. Er war dann recht dankbar dass wir zurück und bergab dann im Schritt gegangen sind. Er hat auch zum Ersten Mal richtig geschwitzt :-)
Sonntag, 5. Oktober 2008
Hufpflege - wie eine Diva
Donnerstag, 2. Oktober 2008
Was Strom so bewirkt
Alle, inklusive mir, sind begeistert von der raschen Wandlung. Weil sie so brav ist hab ich sie heute zum Ausreiten mitgenommen und auch da hat sie sich benommen als wäre sie immer schon ein braver, folgsamer Hund gewesen. Auch beim Galoppieren hielt sie sich hinter uns, im Wald blieb sie in der Nähe und hatte offensichtlich großen Spaß dabei uns zu begleiten. Nun liegt sie vollkommen erledigt bei mir im Büro auf ihrem Plätzchen.
Das nimmt jetzt eine Menge Stress von mir weil ich mich schon gefragt habe wohin mit dem Hunderl wenn ich ausreiten oder am Viereck bin. So gesehen bin ich für den Stromschlag nicht undankbar, v.a. weil ich nicht die Böse bin die ihr laufend hinterherschimpfen muss....
Dienstag, 30. September 2008
Arme Lara
Mit eingezogenem Schwanz kam sie zu mir hat sich auch bald halbwegs beruhigt ist dann aber, als wir zum Viereck reiten wollten, zum Auto abgebogen. (Ihre Schutzzone) Ich hab sie dann dort gelassen und nach dem Reiten wieder abgeholt und gezwungen mit zum Stall zu gehen damit sie die negative Erinnerung so rasch als möglich wieder vergisst. Ich denke das Experiment ist gelungen. Ich hab sie neben Libby gefüttert und gestreichelt, sie war dabei als ich ihn auf die Weide gebracht hab und wirkte schon wieder ganz fröhlich.
Montag, 29. September 2008
Erste Ausritte
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| Erster Ausritt |
Liberty und Lara
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| 08_09_28 Liby und Lara |
Freitag, 26. September 2008
Eltern- und Schwester Besuch
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| 08_09_26 Elternbesuch |
Donnerstag, 25. September 2008
Die Suche nach dem perfekten Trainer

Nun hat sich auch Andreas Forrer, der Bereiter meines vorigen Western Trainers, Thomas Winter, auf meine sehr hartnäckigen Versuche ihn in meinen Stall zu bringen geantwortet. Damit er mir nicht mehr auskommt, war ich gleich heute mit ihm in der Halle. Nachdem wir 2 Stunden geübt und über seinen Trainingsansatz geplaudert haben, geht es mir heute wieder richtig gut. Neben einer großen Portion Humor hat mir Andreas konkrete Übungen mitgegeben die ich ohne Probleme alleine bis zur nächsten Trainerstunde mit Liberty durchgehen kann. Andreas ist zwar nicht ganz billig aber das ist es mir wert. Nach der Stunde fühlte ich mich total gut, motiviert und freue mich schon auf das Üben morgen.
Dienstag, 23. September 2008
Doppelmähne
Montag, 22. September 2008
Die Ovalbahn
Hat wieder alles toll geklappt. Im Trab ist Libby dermaßen schnell unterwegs dass ich noch etwas Schwierigkeiten habe vernünftig auszusitzen. Denke aber das ich mich bald daran gewöhnen werden.
Sonntag, 21. September 2008
Geburtstagsgeschenk
Da mein noch leicht verrückter Hund Lara in der Nähe war und gebellt hat wie irre kann es leicht sein das er dadurch irritiert war. Wie auch immer in der Halle, heute an meinem Geburtstag war wer wieder ganz brav. "Kompliment" und "Leg dich" hat funktioniert, ebenfalls das Logieren in Schritt und Trab sowie alle Übergänge. Ganz brav ist er auch schon beim Stehenbleiben und Herankommen auf Zuruf.
Nachdem er überhaupt nicht gezickt hatte beschloss ich zum Ersten Mal in den Stall über die Koppeln zurückzureiten und nicht zu Fuß zu gehen. Es war ein wirklich schönes Geschenk von Liberty, der sich vorbildlich benommen hat und brav im Schritt zurückgetrottet ist. Zur Belohnung gabs dann extra Karotten.
Samstag, 20. September 2008
Erster Fehler
Zum Glück hatte ich mich schnell gefangen und geschnallt das das unseelige Sackerl schuld an dem Panikausbruch war. Ich lief hinterher, montierte das Sackerl schnell ab und mein Kleiner beruhigte sich innerhalb von Minuten wieder. Ganz im Gegensatz zu mir, als mir aufging wie viel Glück ich hatte das nicht mehr passiert ist. Lediglich der ohnehin schon marode Verschluss des Holztors war kaputt den Fanz ohnehin schon reparieren wollte.
Freitag, 19. September 2008
Das erste Reiten
Dann sind wir ein paar Runden im Schritt geritten, ein bißerl getrabt und er hat ganz fein auf meine Hilfen gehört.
Ich freu mich so!
Donnerstag, 18. September 2008
Leg dich
Es hat richtig gemütlich ausgesehen und als er Aufstand wurde er natürlich belohnt. Hat er sich verdient, der Kleine Kerl.
Mittwoch, 17. September 2008
Kompliment
Ganz am Schluss konnte ich es nicht lassen, hab ihn in die Mitte gestellt, sein linkes Vorderhuf angetippt bzw. angehoben und "Kompliment" ganz in der Tonlage Hellmaier, gesagt. Und auf einmal war er unten. Ich war total begeistert und aus dem Häußchen weil das hatte ich so schnell nicht erwartet. Anschließend gabs natürlich ein Leckerli. Leider war er dannach nicht mehr aufmerksam sondern nur noch auf meine Tasche fixiert. Da muss ich ein bißerl aufpassen weil er mir schon sehr oft an der Leckerlitasche klebt. Deshab haben wir dann aufgehört und sind zurück gegangen. Super Erfolg!
Sonntag, 14. September 2008
Erster Koppelgang
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| 08_09_14 Koppelgang |
Der erste Versuch war vorerst erfolgreich. Wie man auf den Fotos sieht benahmen sich die beiden vorbildlich. Ich blieb in der Nähe, ging eine Rund spazieren und kam eine Stunde später wieder. Plötzlich gingen die beiden, ohne ersichtlichen Grund aufeinander los und schlugen sich gegenseitig mit den Hinterbeinen. Auf mein Brüllen kam Franz, die beiden Hafis hörten zum Glück auf und fraßen wieder friedlich nebeneinander. Es ging so schnell das ich nicht einmal gesehen habe wer anfing. Nun geht das fast jeden Tag so. Wenn ich in der Früh in den Stall kommen, knabbern sich die beiden gegenseitig an der Mähne, im Laufstall mit dünnem Seil dazwischen. Auf der Koppel grasen sie und manchmal prügeln sie sich ohne Vorwarnung. Mittlerweile haben wir auch schon gesehen das manchmal Libby beginnt und manchmal Becky.
Gute Nachricht: Es wird besser und sie verletzten sich nicht - Franz bleibt aber zum Glück immer in der Nähe wenn sie draußen sind.
Daisy lässt Liberty nun auch schon an ihrem Heusack knabbern - sehr nett von ihr.
Samstag, 13. September 2008
Ankunft beim Bonka
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| 08_09_13 Ankunft |
Jetzt ist es soweit, nach 3 Stunden Fahrt aus Graz sind wir beim Bonka in Oberkirchbach angekommen. Liberty hat sich absolut brav verhalten, nur vor Aufregung den ganzen Hänger angekackt.
Freitag, 12. September 2008
Auf dem Weg nach Graz
Maggie hat mir auf meinen Schreibtisch ein Sackerl mit Billa "Ja natürlich" Bio Karotten und einen Schokoriegel gelegt. Sehr nett aber ich fürchte die Schokolade dämpft meine Aufregung nicht.
So, die letzte Stunde im Büro und los gehts Richtung Graz. Das Navigationsgerät hab ich mir von Maggie ausgeborgt, jetzt kann nichts mehr schiefgehen. Bea, die Pächterin des Reitsportzentrums Tulln holt mich am Samstag in aller Herrgotts Frühe in Thal ab. So habe ich noch den ganzen Nachmittag mit Liby und seiner Besitzerin und kann in Ruhe alle Formalitäten erledigen wie Kaufvertrag, Geldübergabe usw. erledigen.
Montag, 8. September 2008
Das wird mein Pferd
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| 08_09_06 Erster Besuch |
Heute hab ich mein Pferd gefunden! Liberty, ein westerngerittener junger Haflinger Wallach. Ich kanns noch immer nicht ganz glauben das es nun wirklich soweit ist. Fast den ganzen Tag habe ich mit der Besitzerin Alexandra und Liberty verbracht. Andi und Lara waren mit dabei. Wir waren in der Halle, haben einen Spaziergang gemacht und um uns gut kennenzulernen.
Zum Ersten Mal, seit die Suche nach einem Pferd begonnen hat, hat alles gepaßt. Das Pferd, die Besitzerin, die Vorgeschichte. Meine Prognose, das ich es wissen werden wenn ich das perfekte Pferd für mich gefunden habe, hat sich bewahrheitet. Liby gehört zu mir.
Jetzt wird alles schnell gehen: Transport organisieren, Einsteller kontaktieren, Kleinkram besorgen.....









