Dienstag, 31. August 2010

Erleichterung

Mit hängender Nase fuhr ich heute in den Stall, überzeugt davon Liberty mit dickem Fesselgelenk anzutreffen. Wie groß meine Erleichterung war, das dies nicht der Fall war kann ich gar nicht beschreiben. Sabine, unsere „gute Fee“ im Stall war gerade da. Sie hat ein sehr gutes und genaues Auge für Lahmheit und so führte ich ihr Liberty vor.


Sie stellte fest das er zwar nicht ganz „rein“ geht, aber weit entfernt von dem gestrigen 2. Grad war. Sie riet mir, weil es total kalt war, ihn unters Solarium zu stellen weil sie eher vermutete dass er vom Sturz einen Bluterguss hätte als ein Problem mit den Sehnen oder gar mit den Knochen.


So ging ich mit meinem Kleinen rauf in den Stall wo er zum Ersten Mal in seinem Pferdeleben, zumindest soweit mir bekannt, unter dem Solarium stand. Das fand er natürlich sehr spannend und ich konnte es nicht ganz so weit herunterlassen wie es eigentlich sein sollte weil er versuchte an den Lampen zu schnuffeln.
Morgen sehen wir ihn uns unter dem Sattel an und wenn dann auch alles ok ist werde ich den Wanderritt auf jeden Fall versuchen.

Montag, 30. August 2010

Shit happens

Am Freitag beginnt mein Urlaub mit einem 4tägigen Wanderritt mit Edith Renner. Satteltaschen sind schon besorgt, die Route ist grob festgelegt. Ausgerechnet jetzt passiert wieder etwas Unvorhergesehenes.


Während ich, vor dem Reiten, üblicher Weise die Koppel vom Offenstall abmiste, stelle ich Liberty schon mal auf den Putzplatz und geb ihm etwas Heu. Meist, wenn ich alleine bin, binde ich ihn gar nicht an weil er ohnehin nicht davonläuft sondern sich maximal umsieht ob es noch etwas Besseres als Heu zu holen gibt. Da eine Kollegin einen Kübel Müsli herumstehen hatte, band ich ihn diesmal an und ging ans Werk auf die Koppel.

Als ich fast schon fertig war und Richtung Tor ging sah ich Liberty wie er mit dem rechten Hinterfuß herumzappelte weil er sich im Anbindestrick verfangen hatte. Voller Panik ließ ich Mistgabel und Scheibtruhe fallen und rannte zu meinem Kleinen, der in so einem Fall normalerweise nicht hysterisch wird.

Bis ich aber bei ihm war ist er am Beton mit den Hinterfüßen ausgerutscht und auf die rechte Seite gefallen. So schnell ich konnte rannte ich hin, der blöde Panikhacken war natürlich nicht aufgegangen, und hängte ihn ab. Mein Pferdchen war im Nu wieder auf den Beinen und auch sehr schnell wieder ruhig. Ich weniger. Gleich darauf kamen ein paar Kolleginnen und wir stellten fest das Liberty ganz schön platt ging. Sofort rief ich meine Tierärztin an die auch gleich Zeit hatte um vorbeizusehen.

Sie stellte eine Lahmheit mit gutem 2. Grad fest, beruhigte mich jedoch hinsichtlich eines Bruches oder einer Fissur sondern meinte, nach meiner Schilderung, das es eher die Sehnen sein werden die er sich möglicherweise gezerrt hätte. Sie verschrieb mir Traumeel und riet mir mal den nächsten Tag abzuwarten, erst dann könne man genauer sagen wie es aussieht.

Ich war am Boden zerstört. Den Wanderritt schrieb ich gleich einmal ab. Ich rieb beide Beine noch mit Swede Clay ein und verließ schweren Herzens den Stall. Mental war Liberty überhaupt nichts anzumerken. Im Gegenteil, er war quitschvergnügt und übermütig.

Sonntag, 15. August 2010

Neues Pad und Sidepull

Katrin fiel während unserer Trainingsstunden auf das Libertys Sattel immer um ein paar cm nach hinten verrutschte. Gerade bei einem kurzen Pferd ist das sehr problematisch weil man dann sehr schnell auf seinen Nieren sitzt. Wenn ich den Sattel dann richtig „anknallte“ hielt er wieder fest an Ort uns Stelle. Ein guter Sattel sollte aber auch so nicht verrutschen.

Also telefonierte ich mit OM und machte einen Termin für den 3. August aus um den Sattel überprüfen zu lassen. In der Zwischenzeit verwendete ich statt meines normalen Pads das ich mir damals zum neuen Sattel gekauft hatte wieder mein uraltes, billiges Pad vom Krämer. Mit diesem hielt der Sattel wieder sehr gut.


Otti sah sich den Sattel dann genau an, ich erzählte ihm das Liberty im Offenstall auch abgenommen habe und zeigte ihm mein normales Pad. Eigentlich, so habe ich immer gehört, sollte es bei einem passenden Sattel egal sein was darunter liegt. Ist aber scheinbar doch nicht so. Otti ortete eindeutig das Pad als Verursacher des Rutschens und er riet mir mein Krämer Pad zu verwenden.



Weil er schon mal da war und ich so erleichtert darüber war nicht schon wieder einen neuen Sattel zu brauchen kaufte ich dann gleich ein neues, super Western Pad von Professional´s Choice. Bestickt und mit Schaffell. Sieht sehr toll aus an meinem Kleinen.

Nachdem er ja auch sein Glücksrad angebaut hat, hab ich ihm auch ein Sidepull gekauft weil ich beim Ausreiten immer noch gerne Gebisslos unterwegs bin. Er geht sehr brav damit und ich hoffe das bleibt auch so wenn er mal bemerkt hat das ich damit sehr wenig Einwirkung habe

Montag, 2. August 2010

Rabenvieh

Im Stall sind alle sehr angetan davon wie brav Liberty für sein Alter ist. Sein Verhalten am Putzplatz, beim Training und vor allem beim Ausreiten begeistert fast jeden. Natürlich bin ich immer sehr stolz auf den Kleinen und auch auf mich, weil ich ihn ja seit jetzt schon fast 2 Jahren erziehe.

Hochmut kommt vor dem Fall und gestern hat er mir dann doch wieder gezeigt, dass er noch ein junger, eigenwilliger Haflinger ist.

Andi und ich waren mit Liberty ausreiten, Andi mit dem Mountain Bike und ich auf Liberty, wie schon so oft. Diesmal gingen wir eine, für Liberty, fast neue Strecke und nicht die übliche „Hausrunde“. Bei einem Ausritt mit mehreren Pferden bin ich den Weg schon mal mit ihm gegangen, sonst noch nie.


Wir gingen über einen wunderschönen Waldweg Richtung Steinriegl und nach ca. 1 Stunde führte die Runde wieder zurück zum Stall. Ich ließ Liberty noch grasen, wir hatten ca. noch 1 km bis nach Hause. Vorher mussten wir aber noch einen sehr gatschigen und steilen Hügel bergab gehen. Andi fuhr mit dem Rad den Hügel runter, ich stieg von Liberty ab und da ich glatte Sohlen an den Stiefeln habe legte ich ihm die Zügel um den Sattelknauf und wollte Liberty frei hinunter gehen lassen damit er sich seinen eigenen Weg suchen kann. Liberty tendiert bergab immer dazu ein bisschen schneller zu laufen und ich wollte mich in dem Gatsch nicht mitreißen lassen. Unten, so dachte ich, steht ohnehin Andi, falls mein Kleiner ein bisschen schneller als ich runter geht.

Damit das Liberty plötzlich gleich mal zu galoppieren beginn, hab ich nicht gerechnet. Er schlitterte sehr geschickt durch den Gatsch, hob wieder mal kurz das Arscherl und lief freudig davon. Andi und ich fassten es nicht. Andi schwang sich aufs Rad und fuhr ihm hinter her, ich hechelte zu Fuß nach.

Grundsätzlich war eh vollkommen klar dass er in den Stall laufen wird, nur anders als in Unterkirchbach musste er einmal die Hauptstraße überqueren und das letzte Stück zum Stall auch der Straße entlang laufen.

Ums kurz zu machen. Liberty lief bis in den Stall wo der dann friedlich graste als Andi ihn mit dem Rad endlich eingeholt hatte. Passiert ist zum Glück überhaupt nichts, nur sein Glücksrad, natürlich mit Zaumzeug und Zügel hat er irgendwo verloren. Obwohl Andi die Strecke nochmals abfuhr haben wir es bis dato nicht gefunden. Wahrscheinlich haben es Spaziergänger mitgenommen und ich hoffe sie werden es noch bei uns oder im anderen Mauerbacher Reitstall abgeben.

Montag, 19. Juli 2010

Chiropraktiker II

Heute war dann also die Kontrolluntersuchung bei Liberty. Alles in bester Ordnung, die Schiefe ist beseitigt und somit darf ich wieder normal mit ihm trainieren.

Donnerstag, 15. Juli 2010

Trainerstunden nach Behandlung

Ganz nach der Empfehlung von Dr. Stodulka haben wir eine ganz lockere Trainingsstunde gemacht. Aufgrund der großen Hitze und Schwüle war ich nicht undankbar für eine Schritteinheit mit Gymnasikelementen.

Ich hatte selbst das Gefühl das Liberty besser geht und Katrin hat mir bestätigt das er hinten viel freier läuft als vor der Behandlung. Das hat mich natürlich sehr gefreut, selbst ist man ja nicht unbedingt objektiv.

Donnerstag, 8. Juli 2010

Chiropraktiker

Heute war Dr. Stodulka wieder bei uns im Stall um sich unter anderem Liberty anzusehen. Die Lahmheit war verschwunden, jetzt nahm er sich seiner Schiefe an. Das ganze hat ca. 15 Minuten gedauert. Akupunkturnadeln setzen, einrenken, fertig.
Jetzt ist wieder 3 Tage Schritt reiten angesagt, dann leichtes Training im Schritt und Trab bis zum nächsten Termin am 19. Juli. Erst wenn da alles in Ordnung ist darf ich wieder mit dem Galopp beginnen. Zwei bis drei Wochen später erfolgt dann nochmals eine Kontrolle.
Interessantes Detail am Rande: Die chiropraktische Behandlung beim Pferd kostet mehr als beim Menschen.

Freitag, 2. Juli 2010

Waschtag

Weil mein kleines Schweinchen wieder damit begonnen hat sich in Pferdeäpfeln zu wältzen und jeden Tag dem entsprechend aussieht wolle ich ihn mal, wenn auch nur für kurze Zeit, sauber sehen.

Dazu ging ich mit diversen Utensilien ausgestattet rauf in den Stall zu unserem Waschplatz. Liberty liebt es mit dem Wasserstrahl zu spielen und trinkt lässt sich gerne ins Maul spritzen. Am Rücken und auf den Seiten gewaschen zu werden mag er weniger, aber 2 x pro Saison muss er da durch.

Natürlich hat er sich, zurück im Offenstall, gleich mal gewuzelt aber immerhin hatte ich für 30 Minuten ein sauberes, nach Honigshampoo duftendes Pferdchen.



Mittwoch, 30. Juni 2010

Robert Stodulka

Heute war Dr. Robert Stodulka bei Liberty um sich die Ursache seiner Schwierigkeiten im Rechtsgalopp anzusehen.

Schon beim Schritt gehen und nach ein paar Sekunden im Trab stellte er fest das Liberty links hinten ganz leicht lahmt. Am weichen Hallenboden war das nicht zu sehen, am harten Boden war es aber eindeutig. Auch stellte er fest das Libertys Rücken sehr hart ist, eine logische Folge der Entlastungshaltung.

Zuerst machte er eine Leitungsanästhesie um festzustellen wo der Schmerz sitzt. Sobald die Spritzen zu wirken begannen war es auch für mich sichtbar das Liberty freier ging. Das Problem sitzt im linken hinteren Sprunggelenk.

Liberty wird nun einmal 10 Tage lang mit Medikamenten und Essigsaurer Tonerde behandelt, danach sollte alles wieder in Ordnung sein. Erst dann macht es Sinn mit einer chriopraktischen Behandlung weiter zu machen. Nächsten Donnerstag ist Dr. Stodulka wieder bei mir, dann werden wir weiter sehen. Bis dahin hat Liberty Schonzeit und darf nur im Schritt geritten werden.

Dienstag, 29. Juni 2010

Reitertreffen Scheiblingstein

Vergangenen Sonntag fand ein kleines Reitertreffen zwischen befreundeten Reitern aus Königstetten und uns Mauerbachern in Scheiblingstein statt. Zu Fünft ritten wir vom Offenstall aus weg, quer durch den Wald und meist bergauf.

Wenn ich mit Liberty ausreite trägt er normalerweise immer das Glücksrad (Gebisslos), nur in so großen Gruppen habe ich mich bisher noch nicht ganz getraut. Da er aber auch beim letzten Ritt mit den WB Pferden der einzige war, der komplett ruhig blieb, habe ich ihn diesmal auch gebisslos gezäumt. Um es gleich vorweg zu nehmen, er war wieder ganz brav, gelassen und übernahm meist die Führung, was mir sehr recht ist. Auch beim galoppieren nebeneinander auf der hauseigenen Wiese machte er keinen Versuch ein Rennen zu machen sondern ließ sich ganz leicht halten. War wieder mächtig stolz auf meinen Kleinen.


Einige unvorhergesehene Hindernisse in Form von umgestürzten Bäumen hatten wir auch was mit den kurzen Ponybeinen etwas schwierig war. Geschafft haben wirs aber alle.

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Samstag, 26. Juni 2010

Reitstall Renner

Endlich ist das Wetter einmal so schön das ich ein paar Fotos von meinem neuen Stall machen konnte. Gerade in den letzten verregneten Wochen war es wunderbar eine Halle zu haben in der ich trainieren konnte, auch wenn ich auf dem Weg dorthin regelmäßig nass wurde.

Die Anlage besteht aus einem Springplatz, gleich bei unserem Offenstall der hauptsächlich als Viereck benutzt wird und sehr praktisch ist wenn man wenig Zeit hat. Oben, im eigentlichen Stall wo die Boxen sind gibt es dann noch ein Dressurviereck, Schrittmaschine mit einem kleinen Roundpen im Inneren sowie die Halle. Ich freu mich noch immer jedes Mal wenn ich bei Liberty bin über die vielen Optionen die ich jetzt habe.

Reitstall Renner

Donnerstag, 24. Juni 2010

Rechtsgalopp geht weiter

Seit einigen Wochen hat Liberty Schwierigkeiten beim Rechtsgalopp. Dieses Problem zeigte sich schon einmal, kurz bevor ich das Barhufexperiment begann. Damals führten wir es v.a. auf den unpassenden Sattel zurück und als ich dann meinen neuen Sattel kaufte war wieder alles in Ordnung.

Dann begann die Phase der Umstellung auf Barhuf in der ich kaum mit Liberty trainierte. Auch durch die daraus folgende Lahmheit links vorne war das korrekte Anspringen im Galopp keine Thema.

Erst seit ich im neuen Stall bin zeigte es sich wieder, aber noch nicht eindeutig. Einmal sprang er richtig an, dann wieder nicht. Lahmheit war nicht zu erkennen deshalb nahmen Katrin und ich an das das Problem in der Schwere der linken Schulter liegt. Die Folge war eine mehrwöchige Gymnastizierung um ihn vorne leicht zu machen. Trotzdem zeigte sich keine wesentliche Veränderung. In der letzten Wochen ließen wir ihn frei durch die Halle laufen und dabei zeigte sich das er sehr wohl rechts anspringt, das Problem aber offenbar nicht in der rechten Schulter sondern bei der linken Hinterhand liegt.

Von Sabine aus unserem Stall wurde mir Dr. Robert Stodulka empfohlen der schon mehrere Pferde im Stall behandelt hat. Er ist Schulmediziner und Chiropraktiker in Wien. Nächste Woche kommt er zu mir uns sieht sich Liberty an. Bin schon gespannt.

Mittwoch, 16. Juni 2010

Dauerregen

Ganz selten aber doch, bedingt durch den Dauerregen in den letzten Wochen, wünsche ich mir ein Pferd das in einer Box gleich neben der Halle steht und sauber aus dem Stall kommt. Der Weg zu unserer Halle ist ca. 500 m über einen schmalen Pfad entlang der Straße durch den Wald. Dieser Pfad ist seit Mai ein einziger Sumpf sodass ich in letzter Zeit immer öfter die Straße bevorzuge, wenn wir hinaufgehen. Der Boden hat mitlerweile eine Sogwirkung und ich möchte nicht das es Liberty die Eisen von den Hufen zieht. Vor zwei Wochen hat er schon mal eines verloren.

Tropfend nach Ausritt im Regen

Glücklicher Weise ist der Boden in Liberty Offenstall etwas abschüssig, dadurch bildet sich nicht so viel Gatsch bzw. ist er nicht sehr tief. Ich bin mir auch sicher das Liberty das Leben in seiner kleinen Herde nicht gegen das Leben in einer Box eintauschen würde und das ist auch das Wichtigste.


den Pferden ist der Regen egal

Gestern haben Martina, Hedi und ich auch mal auf das Wetter gepfiffen und sind im strömenden Regen ausreiten gewesen. Wenn man mal nass ist, ist es dann auch schon egal und wir hatten einen lustigen Ritt durch den Wienerwald.

Donnerstag, 10. Juni 2010

Neues Billy-Allen-Bit

Letzte Trainingsstunde hat mir Katrin einige ihrer Gebisse mitgebracht, weil wir das Gefühl hatten das die Wassertrense, die Liberty bisher im Maul hatte, nicht ideal ist. Das Gebiss ist etwas zu dick und klobig für Libertys doch recht kleines Maul.

Als wesentlich besser erwies sich das Offset Dee Snaffle Bit. Er gibt damit schneller und auf geringeren Druck nach und "haut" sich nicht mehr so sehr drauf bei Übungen die es erforderlich machen ihn im Maul einmal anzugreifen.

Dienstag, 11. Mai 2010

Eigentlich hätte ich vorgehabt mit Liberty ein bisschen zu trainieren, v.a. seine Schultermobilität. Leider war ich aber mit meinen Pflegetieren so spät dran, sodass sich nur mehr eine kurze Einheit ausgegangen wäre.

Als ich im Stall ankam waren alle Pferde aber gerade auf der Sommerweide. Da für die nächsten Tage Regen angesagt ist und die Weidezeit momentan noch sehr kurz ist, hab ich aufs Reiten gepfiffen und auch Liberty seinen „Urlaub“ gegönnt. Ich hab in der Zwischenzeit den Offenstall abgemistet.

Dann wollte ich noch ein paar schöne Weidefotos machen aber es war schon zu spät. Die Pferde mussten nach Hause. Sehr zögerlich waren sie unterwegs, Liberty und seine Herde.

Samstag, 1. Mai 2010

Tagesritt nach Kogel

Schon vor einiger Zeit lud mich Edith ein am 1. Mai mitzureiten zu einem Reitertreffen in Kogel, in der Nähe von Sieghartskirchen. Plan war zu Mittag in Mauerbach wegzureiten, in Kogel eine Menge anderer Reiter zu treffen und zu übernachten und am nächsten Tag wieder zurück. Bedauernd hab ich abgesagt weil ich übers Wochenende schon vor längerer Zeit einen Hundeauftrag angenommen hatte bei dem der Hund jeweils um 7.00 Uhr früh und 19.00 Uhr am Abend raus sollte.

Ein paar Tage vor dem Ritt hab ich mir dann überlegt das es doch auch ganz nett sein könnte zumindest eine Strecke mitzureiten und mich dann noch am selben Tag mit dem Hänger zurück zu fahren. Karli war einverstanden mich abzuholen und Edith freute sich das ich mitkam v.a. weil alle anderen in der Zwischenzeit abgesagt hatten. So brachen wir zu Zweit um ca. 10.30 Uhr von Mauerbach auf.

Liberty war wieder mal ein einziger Traum. Da wir nur zu Zweit waren, konnten wir viele Strecken traben und galoppieren weil es sehr schöne Galoppwege im Tullnerfeld gibt. Er hatte diesmal, im Gegensatz zu unserem Ritt den wir vom Bonka aus ins Tullnerfeld machten, überhaupt nicht die Tendenz unkontrolliert nach vorne zu rasen. Wir konnten hintereinander und nebeneinander laufen, ich konnte kontrolliert überholen und wieder in den Trab zurückholen. Selbst ein Fasan der plötzlich von rechts aus dem Feld kam konnte den Kleinen kaum aus der Ruhe bringen.

Tagesritt Kogel

Nächstes Mal werde ich ihn auf jeden Fall mit dem Glücksrad reiten. Dann kann er auch ungestörter zwischendurch grasen. Ich mag das eigentlich nicht wenn er das Eisen im Maul hat. Er kann dann nicht unterscheiden wann es ok ist zu fressen und wann nicht. Liberty schaffte es ja in jeder Gangart sich irgendwo was Essbares zu rupfen.

Nach ca. 4 Stunden kamen wir in Kogel an wo wir dann eine eher kleine Gruppe von Reitern trafen. Wir saßen den Rest des Nachmittages gemütlich in der Sonne und um 17.00 Uhr wurden wir pünktlich abgeholt. Edith fuhr mit Silver auch gleich nach Hause weil dieser, wahrscheinlich bei unserem letzten Galopp, ein Eisen verloren hatte.

Donnerstag, 22. April 2010

Alle Viere

Wenn das Ganze Theater um die Hufe einen Sinn gehabt hat, so den das ich mich jetzt wenigstens so gut auskenne um zu sehen wenn was schief läuft, im wahrsten Sinne des Wortes.

So war es nun auch an der Zeit Liberty hinten ebenfalls Eisen zu verpassen. Der Hufschmied hat mir zugestimmt, es war wieder höchste Eisenbahn. Erstaunlich wie schnell sich das Material abgelaufen hat. Unsere Böden sind einfach nicht ideal für Barhuf, auch der Boden im Offenstall wird im Sommer bockhart und unsere Forststraßen sind wie Asphalt.

Mittwoch, 21. April 2010

Osteopath

Nach ca. einem Jahr habe ich Joseph Raatz, den Osteopathen vom vorigen Jahr wieder gebeten sich Liberty anzusehen. Es gab keinen besonderen Anlass, einfach wieder mal durchschauen lassen. Herr Raatz selbst hat das einen „Frühjahrsputz“ genannt.

Festgestellt hat er das Liberty im Bereich der rechten Niere und der linken Schulter eine Blockade hatte. Er hat ihn wieder eingerenkt und am Schluss gabs dann wieder die Meridian Massage. Da hätte ich gerne mit Liberty getauscht. Er sah aus als wenn er gerade sediert worden wäre. Das Kopferl wurde immer schwerer und es stellte sich eine tiefe Entspannung ein. Schön wenn man seinem Pferd einfach so mal was Gutes tun kann. 2 Tage ist jetzt Reitpause und dann geht’s wieder los.

Donnerstag, 15. April 2010

Rechtsgalopp II

Heute hatte ich, wie jetzt jeden Donnerstag, Stunde mit Katrin. Meine Hausaufgabe vom letzten Mal, weil er rechts nicht anspringen wollte, war mit ihm „Krupp herein“ zu üben und ihm in der nächsten Stunde Zöpfchen in die Mähne zu machen, damit man seine Schulter von oben besser sehen kann.

So kam ich mit dem bezopften Liberty in der Halle an. Dort übte ich 50 Minuten, unter der strengen Aufsicht von Katrin, Krupp herein im Schritt und im Trab. Als wir das vor einigen Monaten zum ersten Mal übten waren, sowohl Liberty als auch ich noch total unerfahren und dementsprechend schwierig gestaltete sich die Übung. In der Zwischenzeit hatte ich ja einige Stunden auf Schimmi und dadurch weiß zumindest ich worum es geht und wie es sich anfühlt, wenn die Übung richtig ausgeführt wird. Das machte die Sache um einiges leichter obwohl ich an meiner Bein-, Hand- und Oberköperkoordination noch einiges zu verbessern habe.

Als ich aus einer Ecke heraus wieder die Hüfte nach rechts verschob, ertönte plötzlich doch die Anweisung: „…und jetzt galoppiere ihn an!“ Tat ich prompt und juhuu, Liberty sprang mit dem rechten Vorderfuß an. Wir drehten einige Runden, ich freute mich wie ein Schneekönig. Stunde war damit auch sofort beendeten als Belohnung für meinen Kleinen.

Freitag, 9. April 2010

Morgenspaziergang

Heute hatte ich endlich wieder mal in der Früh, vor meinem eigentlichen Arbeitsbeginn für meinen Kleinen Zeit. Da wir gestern sehr hart trainiert haben, war es an der Zeit für einen entspannten Spaziergang an der Hand. Da wir uns in der Umgebung noch nicht so genau auskennen, war das auch gleich eine gute Gelegenheit sich ein paar neue Wege anzusehen. Mit dem ungesattelten Pferd an der Hand kann sich so schnell kein Förster und Beamter der Bundesforste aufregen, falls ich einen verbotenen Weg erwische.

Aus einer Lacke oder einem Bach schmeckts einfach am Besten

Wie schon ein paar Mal beschrieben, ist so ein Spaziergang mit Liberty und Lara etwas Schönes. Entspannt läuft er hinter mir her, hat wie schon voriges Jahr versucht Bärlauch zu fressen und angewidert das ganze Gesicht verzogen… Liberty genießt so einen Spaziergang sichtlich, und ich auch.

Donnerstag, 8. April 2010

Rechtsgalopp

Seit einiger Zeit springt Liberty im Rechtsgalopp falsch an. Da es in der Halle des alten Stalles wegen dem harten Boden unmöglich war mit ihm zu galoppieren, ist es nicht weiter aufgefallen bzw. war das mein geringstes Problem. Erst jetzt, im neuen Stall zeigte sich die Schwierigkeit wieder und wesentlich massiver. Von 5 Mal angaloppieren springt er 4 x falsch an. Jetzt war es mir wichtig, das sich Katrin das Ganze genauer ansieht. Beim alleine traineren ist die Schwierigkeit, das Libertys Mähne auf der rechten Seite über die Schulter hängt und ich meist einen viertel Zirkel brauche bis ich draufkomme das er falsch läuft. Es ist während der ersten Galoppsprünge für mich auch kaum spürbar. Von unten sieht man es natürlich sofort.


Katrin und ich  haben lange geübt aber nichts hat genützt. Jede der gängigen Maßnahmen wie Außenstellung, angaloppieren aus einer kleinen Volte, rechts aufmachen, Körper nach außen drehen,… nichts half und ich war dann schon richtig grantig und frustriert. So setzte sich Katrin schließlich auf meinen Kleinen und nach einigen Versuchen schaffte sie es schließlich ihn dazu zu bewegen mit dem rechten Fuß anzuspringen. Wir beschlossen, nachdem wir unsere Stunde ohnehin schon auf 1 ½ Stunden ausgedehnt hatten, es dabei zu belassen und das nächste Mal in der Halle weiter zu machen. Zusätzlich hab ich auch Joseph Raatz, den Osteophaten wieder kontaktiert um eine körperliche Blockade auszuschließen.

Sonntag, 4. April 2010

Ostersonntag

Wenn man sich die Blogartikel so ansieht könnte man glauben das ich nur mehr ausreiten bin. Ist aber überhaupt nicht der Fall, im Gegenteil. Ich bin so glücklich mit der Anlage in Mauerbach und den vielen Optionen die ich habe um zu trainieren, das Liberty und ich jetzt wirklich Gas geben und sehr fleißig sind. Diese Woche hatte ich sogar vor lauter Eifer 2 Trainerstunden. Katrin nennt es die Übergangsphase vom Baby-Reiten zum Erwachsenen-Reiten.



Auf jeden Fall haben wir und heute, am Ostersonntag beide einen gemütlichen Ausritt verdient. Eigentlich dachte ich, dass das Ausreitgebiet unmittelbar um den Stall in Mauerbach nicht so abwechslungsreich sei wie beim Bonka. Auch in dieser Hinsicht hab ich mich absolut geirrt und am Besten daran ist, daß die Wege so beschaffen sind, das Andi mit dem Rad mitfahren kann. So waren wir heute mit einigen kleinen Freßpausen über 2 Stunden gemütlich von Mauerbach nach Wilfersdorf unterwegs.

Montag, 29. März 2010

Ostermarkt Haimbuch

Schon vor einer Woche hatte mich Edith gefragt, ob ich am Ostersonntag mit zum Ostermarkt nach Haimbuch reiten wolle um dort eine Reitergruppe aus Königstetten zu treffen. Ich befragte meinen Auftragskalender, der über die Osterfeiertage natürlich sehr voll ist und stellte erfreut fest, dass ich mir alle Termine so legen konnte, das der Nachmittag für einen längeren Ausritt frei bleibt.

Diesen Sonntag (Palmsonntag), ich war grad bei Katzenkunden in Wien unterwegs, rief ich Edith an, entschuldigte sich hundertmal und teilte mir mit, das der Ausritt heute stattfinden sollte. Blick auf die Uhr und in den Kalender: „Das bekomm ich hin“. Hab mich bei allen meinen Katzenkunden entschuldigt das ich ausnahmsweise nicht so lange bleiben kann um zu schmusen und zu spielen. Sie haben es alle verstanden.

Unsere Gruppe bestand aus Pferden aus dem Offenstall, Edith mit Silver (Estland Pony), ihrer Mitreiterin Brigitte auf Madonna (Estland Pony), mir auf Liberty. Dann kamen noch drei Mädels aus dem „richtigen“ Stall dazu auf Warmblütern mit wenig bis gar keiner Ausreit Erfahrung.

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Ums kurz zu machen: Es hat mich ausnahmslos jeder um Liberty beneidet und ich bin geplatzt vor stolz. Natürlich waren die WB nicht so ruhig, aber was am schönsten war, Liberty ließ sich überhaupt nicht anstecken selbst als ihm ein Pferd beim Zurückschieben hineinrannte blieb er vollkommen cool. Ich konnte mich mit ihm auf dem Weg querstellen um einem Pferd den Weg zu versperren…. Einfach ein Wahnsinn der Kleine Kerl. „Das gibt’s ja nicht, er ist der Jüngste und der Bravste von allen“ war die einheitliche Aussage der Mädchen. Besonders Mervin, ein ehemaliger Dressur Wallach, hatte sich in meinen Hafi verliebt. Er ging nur mehr vorwärts wenn Liberty vor ihm ging. Dann hängte er sich an seinen Po und lief brav und ruhig hinter her.

Montag, 22. März 2010

Zahnarzt

Am Montag war meine Tierärztin wieder mal da um sich Libertys Zähne anzusehen. Zum einem war es wieder an der Zeit die Zacken abzuschleifen und außerdem kam bei den Vorderzähnen ein Zahn schief raus.
Liberty ist nie besonders begeistert wenns darum geht sich ins Maul schauen zu lassen, deshalb wurde er gleich mal ins Träumeland geschickt. Meine Tierärztin hat mir gesagt das das Gefühl für Pferde bei der Sedierung ANGEBLICH ein Schwebegefühl hervorrufen soll. Es stellte sich heraus das er unten bereits 7 Schneidezähne hatte, d.h. der neue war schon vollständig heraußen, der alte Michzahn saß aber noch total fest. Also, heraus mit dem alten Zahn, der eindeutig als solcher identifizierbar war. Nach viel Gehämmere und Geklopfe, unter Assistenz meinerseits, war er dann endlich gezogen und Gott sei dank vollständig.


Damit sich keine Entzündung bildet weil sich Heu in der Wund verfängt war nach 10 Tagen wieder Kontrolle. Alles ok, Wunde verheilt gut und alle Speisereste wurden wieder entfernt. Bis zur nächsten und hoffentlich letzen Kontrolle nach Ostern spüle ich Liberty das Loch selbst aus. Bin draufgekommen das das ganz gut geht mit einer großen Spritze und er lässt sich das auch gerne gefallen, auch wenn ich bis zu 20 Mal nachspüle damit alles draußen ist.

Samstag, 20. März 2010

Relaxen in der Sonne

Ausritte

Gleich am ersten Wochenende bin ich mit Edith Renner im Stall zusammengetroffen. Sie hat ihre drei Pferde ebenfalls im Offenstall stehen und ist bekannt als Wanderreiterin. Ich kannte sie schon von früher, wir waren einige Male miteinander ausreiten.

Sie nahm mich gleich mit um mir die „Hausrunden“ zu zeigen. Ich war soooo stolz auf Liberty. Er übernahm sofort die Führung der Gruppe und ging voran als würde er sich in der Gegend auskennen. Wenn er als erstes Pferd geht hat er einen angenehmen schnellen Schritt drauf, sobald er hinter einem anderen Pferd geht wird er total faul und fällt zurück. So bin ich ganz gerne mit ihm vorne wo ich ihn nicht ständig treiben muss.

Heute war ich mit den neuen Eisen, zusammen mit Andi am Rad und Lara ausreiten und das warme Wetter genießen.


Freitag, 19. März 2010

Barhuf Experiment beendet

Ich telefonierte gleich am nächsten Tag mit Wolfgang Hartl und schilderte ihm die Lage. Er meinte das er ohnehin nächsten Freitag im Stall sei um 10 Pferde zu beschlagen und ich könne gerne dazu kommen. Er kannte Liberty von Erzählungen von Sonja Appelt, die vor kurzem bei ihm auf der Uni war.
Er nannte mir schon am Telefon 2 Möglichkeiten um Liberty zumindestens die Fühligkeit zu nehmen.

Dann ging ich ausreiten und Liberty ging so schlecht das ich beschloss gleich nochmals anzurufen und auf einen schnelleren Termin zu drängen. Ich wollte Liberty die 24-Stunden-Hufschuhe keinen Tag länger mehr antun.

Es klappte und gleich am nächsten Tag kam Till, ein Mitarbeiter aus dem Team. Er verwarf die Möglichkeit sofort Liberty weiter barhuf zu lassen und schlug mir leichte Eisen mit dünnen Nägel und einer Lederschutzschicht vor. Ich hatte mich zuvor schon mit dem Gedanken angefreundet meinen Kleinen wieder beschlagen zu lassen und stimmte zu.

Till meinte auch, dass es zu einem späteren Zeitpunkt durchaus wieder möglich sein könnte Liberty barhuf laufen zu lassen. Jetzt wäre es aber schon sehr dringend gewesen etwas zu tun und gut das ich auf den raschen Termin gedrängt hatte. Weiters zeigte er mir die wunden Stellen an Libertys Ballen, verursacht durch die Hufschuhe. Mein armer Kleiner Kerl und ich bin froh das ich diesmal gleich auf mein Gefühl gehört habe.

Mittwoch, 17. März 2010

Jetzt reichts

Mit den Renegades waren ich und Liberty total unglücklich. Sie passten nicht richtig weil seine derzeitige Hufform es nicht zuließ. Überdies war es beim derzeitigen Gatsch unglaublich aufwendig sie zu putzen und nach 10 Minuten waren sie schon wieder voller Schlamm und Dreck. Echt mühsam. Außerdem wehrte sich Liberty total beim Anziehen. Das kam mir sehr komisch vor weil er bei den Easy Boots überhaupt nicht gezickt hat und brav still stand.

10 Tage habe ich uns das mit den Schuhen angetan bis ich bemerkt das das Horn unterhalb des Kronensaums aufgewetzt war. Darauf hin hab ich die Schuhe zumindest einen Tag lang weggelassen. Am nächsten Tag ging ich ausreiten und bemerkte das Liberty trotz und mit den Schuhen fühlig ging. Da stimmte was nicht. Ich rief Karin an und sie sagte mir das es bei seinem derzeitigen Hufzustand durchaus möglich sei das er trotz der Schuhe fühlig geht.

Ich hab beschlossen, dass es jetzt reicht und mir von Sabine, die in unserem Stall arbeitet die Telefonnummer ihres Hufschmiedes, Wolfgang Hartl, geben lassen. Er und sein Team arbeiten an der VedMed und betreuen fast alle Pferde in unserem Reitstall.

Donnerstag, 11. März 2010

Erste Trainingsstunde in der neuen Halle

Seit fast 4 Monaten hatte ich heute meine erste richtige Stunde auf Liberty mit Katrin in der Halle. Mein Gott war das schön. Endlich einmal richtig vorwärts reiten und mein Kleiner hat sich seit langem mal wieder angestrengt. Ein bisschen faul ist er in der Zwischenzeit geworden und muss ziehmlich aktiviert werden um mal einen Schritt schneller zu laufen.

Aufgrund der Probleme mit seinen Hufen und dem schlechten Boden hab ich das nicht mehr von ihm verlangt. Sobald er einen komischen Schritt gemacht hat befürchtet ich das er wieder lahmen könnte. Sicherlich übertrieben aber auch nachvollziehbar. Da sind die Stunden mit Katrin immer sehr hilfreich weil sie beurteilen kann ob Liberty grad einfach faul ist oder wirklich nicht kann.

Montag, 8. März 2010

Hufpflege

Weil mir Libertys Hufe sehr komisch und abgewetzt vorkamen hab ich den Termin mit Karin vorverlegt und sie kam am 8. März zu mir in den neuen Stall. Karin war überhaupt nicht zufrieden mit dem Zustand von Libertys Hufen. Alles was bereits schön nachgewachsen war in den letzten beiden Monaten war wieder weg.
Als Maßnahme empfahl sie mir Renegades, Hufschuhe die zwar sehr teuer aber dafür geeignet sind 24 Stunden getragen zu werden.

Zusätzlich machte ich noch eine neue Homöopathie Anamnese und kaufte Mineralfutter um jedes Mittel zu nutzen, welches das Hufwachstum zu beschleunigt.

Reitstall Renner

Liberty und ich fühlen uns sehr wohl hier im neuen Stall. Ich freu mich vor allem über die Halle mit dem tollen Boden. Ganz feiner, rundkörniger Sand mit Vlies untergemischt. Es gibt eigentlich nur wenige Einsteller, auf jeden Fall unter 10, teilweise mit mehreren Pferden. Marianne Steinböck hat einen Schulbetrieb der aber hauptsächlich am Wochenende stattfindet. Irgendwie hab ich es bis jetzt meist geschafft alleine in der Halle zu sein.


Liberty läuft auf dem Boden wie eine kleine Rennsemmel. An seiner „Trägheit“ war wirklich der unmögliche, harte Boden in der alten Halle schuld.

Außer der Halle gibt es noch 2 Außenviercke, einen Sprungplatz und einen kleinen Longierkreis in der Mitte der Schrittmaschine. Alles wird laufend gewartet und abgezogen. Fühl mich wie im Paradies und für das alles zahl ich nur € 40 mehr als beim Bonka.

Auch die Leute vom Offenstall sind sehr nett und hilfsbereit. Die von "oben" als vom eigentlichen Stall kenn ich noch nicht gut aber das wird schon noch kommen.

Sonntag, 7. März 2010

Elternbesuch in Mauerbach


Am Sonntag kamen uns meine Eltern im neuen Stall besuchen. Ich hab vorher noch einen kleinen Ausritt auf der „Hausrunde“ gemacht. Schön wars aber saukalt, trotz Schiunterwäsche, Haube und Handschuhe.


Sonntag, 28. Februar 2010

Umzug nach Mauerbach

Jetzt ging alles ganz schnell, statt wie gelplant um 13.00 Uhr mußte Karli unseren Abholtermin auf 11.00 Uhr vormittag verschieben. Ging sich aber alles irgendwie aus. Andi hat mir geholfen meine Sachen in den Autos zu verstauen und innerhalb von 30 Minuten waren wir reisefertig.

Mauerbach ist 15 Minuten von mir zu Hause entfernt, also war die Fahrt nicht weit. Liberty ging wie immer entspannt der Karotte nach in den Hänger und war auch während der Fahrt nicht unruhig.

In Mauerbach kommt er in eine Gruppe mit drei Warmblütern. Hatte ein gutes Gefühl im Bezug auf die Integration was sich auch bewahrheitet hat. Die Bisse und Schläge am Beginn wurden nur angedeutet, keiner getroffen und nach ca. 30 Minuten war alles vorbei. Sogar fressen durfte er schon mit Delago.

Foto anklicken zum Album

Die Fläche des Offenstalls ist riesig, es gibt einen Bachzugang und eine anschließende Sommerweide. Momentan ist es natürlich noch total gatschig aber das kann man einfach nicht ändern. Auch genüsslich gewuzelt hat sich der Kleine im Gatsch. Zum Putzen muss ich zukünftig mindestens 30 Minuten mehr einrechnen.

Freitag, 26. Februar 2010

take it – change it – leave it

Annehmen - Verändern - Verlassen, die drei Möglichkeiten gibt es mit einer Situation umzugehen. Nun ist es an der Zeit für die dritte Option. Hab gleich Karli Renner angerufen und gefragt wie es jetzt aussieht mit dem Offenstall. Er hat mir zugesagt, das mit den Norikern war nur eine sehr unverbindliche Anfrage gewesen. Auch abholen könne er mich gleich am Wochenende, also wenn ich will am Samstag. Da ich ja ganz gerne Nägel mit Köpfen mache hab ich zugesagt. Bin noch am Abend in den Stall und hab bescheid gegeben das ich morgen ausziehen werde.

Im selben Moment als ich die Entscheidung nun fix getroffen hatte, war sofort das Gefühl da richtig gehandelt zu haben. Ich freue mich richtig auf den Umzug morgen.

Viereckbesprechung

Heute hatten wir die Besprechung über die Reaktivierung unseres Viereckes. Ganze 3 Leute haben sich außer mir dazu eingefunden.  Irgendwie hat mein Aushang, in dem man sich zur Teilnahme anmelden konnte, kein sehr großes Echo hervorgerufen und vereinzelt sogar Umut provoziert.
Vor der Besprechung hat sich unser kleines Grüppchen im Stall getroffen, Franz war eindeutig sauer auf mich. Als ich ihn darauf ansprach meinte er zuerst er sei nicht sauer um dann aber damit herauszurücken das im das mit dem Viereck auf die Nerven gehe. Es gehöre nichts gemacht.

Auch die Besprechung war irgendwie komisch. Der Stallbesitzer fühlte sich offensichtlich angegriffen und sagte das das Viereck im Frühjahr, so wie jedes Jahr, ohnehin gemacht werde. Voriges Jahr kam ein Haufen Sand drauf, das wars auch schon.
Alles war total schwammig und unverbindlich. Ich hab jetzt mal Patricia aus Mauerbach angeschrieben und gefragt ob es nun noch einen freien Platz im Offenstall gibt. In der Zwischenzeit hat sie mir nämlich mitgeteilt das sich jemand mit drei Norikern für den Stall interessiere und dann wäre er voll.

Nicht einfach das Ganze, aber jetzt muss eine Entscheidung her weil es de facto momentan keinen Platz gibt an dem man reiten kann. Ich kann doch nicht bis zum Frühjahr, wann immer das kommen wird, nur mehr ausreiten und Bodenarbeit machen.

Sonntag, 7. Februar 2010

Mobilmachung

Gestern war ich bei Herrn Bonka, unserem Stallbesitzer und hab mir mit ihm einen Termin ausgemacht an dem wir die Reaktivierung unserer Reitanlage(n) besprechen. Ganz wichtig ist es uns, dass Franz unser Stallbursche auch mit dabei ist. Was nützt es wenn wir die schönsten Pläne schieden, die aber nicht umsetzbar sind. Es sind einige bei uns die sich sehr für ein neues Viereck einsetzen und die  auch beim Arbeiten mithelfen würden.

Mittwoch, 27. Januar 2010

Ich will nicht weg

Letzen Ausschlag das ich eigentlich nicht weg möchte, gab eine wunderbarer Ausritt zu Dritt an einem Mittwoch bei - 10 Grad, Sonnenschein und unberührter Landschaft.

Am Vorabend hatte ich schon mit Andi darüber gesprochen das wir, also ein kleinerer Kreis von Einstellern, versuchen könnten unsere Anlage zu reaktivieren bzw. den Besitzer des Stalles dazu zu bringen was zu investieren.


Mal schaun was die anderen dazu sagen...

Montag, 25. Januar 2010

Bonka oder Renner

Ich hab die ganze Woche überlegt was ich im Bezug auf den Stall machen soll ohne zu einem eindeutigen Ergebnis zu kommen. Eigentlich wäre es ja für mich schon klar gewesen, ab zu Renner wegen der supertollen Halle, aber…. In der Woche hab ich jedes Mal als ich im Stall war bewusst darauf geachtet wie ich mich fühle und ich muss einfach sagen, ich fühl mich saupudelwohl. Liberty ist glücklich da wo er ist. Sein Winterstall ist ein ca. 20 qm großer Laufstall den er sich mit seiner Haflinger Freundin Becky teilt. Er hat eine wunderbare Sonnenterrasse auf der die beiden wie die Alten von der Muppets Show stehen und den Schifahren zusehen. Das will ich ihm nicht nehmen. Seit wir wieder Stroh geliefert bekommen haben passt auch die Menge wieder….
















Auch mit Karin hab ich telefoniert und sie hat gemeint ,dass so ein Gatsch Offenstall, wie es im Winter nun mal ist, nicht ideal für Libertys Hufe ist. Das wäre also der rationale Grund nicht wegzugehen. Also hab ich die Entscheidung verschoben weil ich nämlich eine Idee hatte, zeitgleich mit einer anderen Einstellerin.

Sonntag, 24. Januar 2010

Gespräch bei Renner

Die Renners sind wieder vom Urlaub zurück und ich hab mir gleich mal einen Termin ausgemacht. Es wurde eigentlich alles bestätigt was mir die Einstellerin schon erzählt hatte. Liberty würde in eine Herde mit derzeit 3 Pferden kommen. Jede Offenstall Fläche hat Zugang zu einem Bach wo sie jederzeit saufen können. 3 – 4 x Heu am Tag, Kraftfutter auf Wunsch…. Eigentlich gibt’s keine Frage mehr, oder doch?

Sonntag, 17. Januar 2010

Lichtblick

Im Pferdeforum hab ich mich nach Ställen in unserer Umgebung erkundigt. Es waren keine Informationen dabei die ich nicht schon kannte bis ich plötzlich eine mail von einer Einstellerin des Reitstalls Renner in Mauerbach bekam. Wir hatten zusammen einen NHT Kurs bei ihr im Stall gemacht, daher hatte sie mich noch in Erinnerung.

Sie wies mich darauf hin das es beim Renner auch einen Offenstall gibt. Ich fand das sehr krass weil ich das total verdrängt hatte. Ich kenne den Stall sehr gut, v.a. die Frau des Besitzers, Edith, mit der ich auch schon einige Male gemeinsam ausreiten war. Mir sind aber nur die Boxen in Erinnerung geblieben, nicht aber der Offenstall der ein paar 100 Meter entfernt liegt.

Die Einstellerin bot mir an alles zu zeigen. Ich fand das sehr sehr nett von ihr und hab natürlich angenommen. Gleich am Sonntag waren wir dort. Klang alles sehr gut. Der Offenstall hat eine riesige Fläche, im Sommer kommt Weide für ein paar Stunden dazu, ganz vorsichtig weil einige Pferde, so wie meiner, Reheempfindlich sind. Nur das es im Winter kein Wasser gibt und da WC oben im eigentlichen Stall ist, hat mir nicht so gefallen. Die Halle ist ein Traum und im Sommer soll ein Rundcoral dazukommen mit einem Durchmesser von 20 m sodass man darin auch reiten kann. Sprungplatz und Außenviereck gleich beim Offenstall.

Sonntag, 10. Januar 2010

Andere Ställe

Da im Winter unser Viereck kaum breitbar ist, benutzen einige Einsteller vom Bonka die Halle vom Nachbarstall gegen Gebühr mit. Momentan ist der Boden aber so schlecht (extrem hart) sodass ich mit Liberty nichts anderes außer Schrittarbeit machen kann. Nicht mal Traben ist drin.

Deshalb hab ich mit der Suche nach einem neuen Stall begonnen und das ist frustrierend. Ich möchte einen Offenstall mit Halle dabei. Die Versorgung der Pferde soll gut sein, der Offenstall befestigte Futterplätze haben, die Herden dürfen nicht zu groß sein und Strom muss er haben……

Keine Chance in unserer Umgebung. Dann hab ich mir auch schon die Ställe mit Boxen angesehen, Krist in Unterkirchbach zum Beispiel.Passt auch nicht weil man vor 08.45 nicht in den Stall darf. Das geht für mich aber nicht weil ich sehr oft schon um 6.00 Uhr früh bei meinem Pferd bin, v.a. im Sommer.  Größnitzer in Königstetten ist voll und die Pferde kommen kaum raus, Prohaska in Mauerbach hat 70!! Einsteller, das ist mir viel zu viel,... ja und so gibts überall etwas das mir nicht paßt.

Donnerstag, 7. Januar 2010

Drei-Königs-Ausritt

In den letzten Tagen hat es bei uns recht viel geschneit. Der ideale Boden für Libertys Hufe und deshalb haben wir einen schönen langen Ausritt unternommen. Liberty liebt den Schnee, schnüffelt herum, schiebt ihn mit der Nase vor sich her und wirkt richtig gut gelaunt. Auch Lara ist nicht zu bändigen und hüpft wie ein Hase herum.

War wieder mal ein richtig schöner und entspannter Ausritt, ganz gemütlich durch den wunderschön und frisch verschneiten Wienerwald. Das mag ich besonders wenn noch niemand vor uns geritten oder gegangen ist und man als Erster eine Spur zieht.

Dienstag, 29. Dezember 2009

Nicht viel Neues

Liberty hat immer noch Schonzeit wegen seiner Hufe. Er lahmt nicht mehr, ich bin aber bis zum nächsten Besuch der Hufpflegerin der Ende Jänner stattfindet, immer noch vorsichtig mit dem Kleinen. Spaziergänge, Ausritte auf weichem Boden im Schritt und Bodenarbeit. Ich möchte nichts riskieren bis das Horn gut nachgewachsen ist.


Die Zeit ist ohnehin ideal weil ich mit meinem mobilen Tierservice so viel zu tun habe, das Andi teilweise die Betreuung von Liberty übernommen hat. Mittlerweile freut er sich auch schon darauf reiten zu lernen.

Vor zwei Wochen hab ich auch meine meiner Haus-und-Hof Aufstellerin und Homöopathin, Angelika Wolf angerufen. Sie hat mir Silicea für ein besseres Hufwachstum empfohlen. Liberty und ich müssen beide jeweils 2 Globuli 2 Mal pro Woche nehmen. Es verbindet ungemein, wenn man mit seinem Pferdchen das selbe Medikament nimmt.

Sonntag, 20. Dezember 2009

Freier Sonntag Nachmittag


Heute bin ich schon sehr zeitig aufgestanden, habe meine drei Katzenpärchen versorgt, bin mit L´Amour (Dogge) eine kleine Runde spazieren gegangen und hatte danach einen ganzen freien Nachmittag. Weil das Wetter so wunderschön war haben Andi, Lara, Liberty und ich einen Spaziergang durch den verschneiten Wienerwald gemacht.

Bevor wir losgingen ließen wir Liberty auf der Koppel noch ein bisschen im Schnee toben. Es ist wirklich ein wunderschöner Anblick wenn er so über die verschneite Wiese fetzt.

Samstag, 19. Dezember 2009

Hufpflege & Reiten

Gestern war Karin Schmid, die Hufpflegerin da. Das war mal wieder ein erfreulicher Besuch. Liberty lahmt nicht mehr und Huf inklusive Trachten wachsen schon recht gut nach. Also alles im normalen Bereich wenn man ein Pferd von Eisen auf Barhuf umstellt. Die nächsten Wochen werde ich mit Liberty noch nicht wieder richtig arbeiten aber Spaziergänge, gemütliche Ausritte mit Hufschuhen und Bodenarbeit ist durchaus möglich.



Damit ich nicht ganz das Reiten verlerne nehme ich die Stunden bei Katrin nicht auf Liberty sondern auf ihrem eigenen, sehr gut ausgebildeten Pferd Schimmi. Es schadet mir überhaupt nicht mal wieder auf einem anderen Pferd zu sitzen. Abgesehen davon ist Schimmi (eigentlich Heza Lucky Blue) ein ausgezeichneter Lehrmeister. Er macht wirklich exakt das, was man ihm an Hilfen gibt oder eben nicht gibt.

Sonntag, 13. Dezember 2009

Hufschuhe



Am Mittwoch war ich seit langer Zeit wieder mit Liberty in der Halle. Bisher schien mit seinen Hufen alles in Ordnung zu sein. Er war nicht fühlig und wirkte fröhlich und zufrieden. Ich zog ihm die Hufschuhe an weil der Weg zur Halle über die Straße am kürzesten ist und ich Asphalt natürlich meide. Beim traben am weichen Hallenboden fiel mir auf das er auf der rechten Hand nicht gut ging. Deshalb beendete ich unser Training rasch und ging mit ihm zurück zum Stall. Für Freitag hatte ich mir eine leichte Stunde mit Katrin ausgemacht und das war mir sehr recht weil sie dabei auch einen Blick auf Libertys Gang werfen konnte. Ich hatte leider recht behalten, Libby lahmte. Mit Reitergewicht eindeutig auf der rechten Hand, an der Longe war es nicht deutlich zu sehen.

Bernadette Steindl kam gleich am nächsten Tag. Untersuchte Liberty mittels provokativen Beugeproben und örtlichen Betäubungsinjektionen und stelle fest das er auf beiden Beinen, stärker auf dem Linken, infolge der Eisenabnahme, leicht lahmt. Der Schmerzbereich liegt im hinteren Hufteil um den Strahl herum. Dieser muss erst verhornen und unempfindlicher werden. Es ist nichts dramatisches, damit hatte ich rechnen müssen während der ersten Umstellungsphase. Liberty steht jetzt die Nacht über in einer Box mit viel Stroh, gleich neben seinem üblichen Laufstall sodass er Kontakt zu Becky, seiner Haflinger Freundin hat. Dabei trägt er keine Hufschuhe. Unter Tags lass ich ihn mit den Hufschuhen in seinen üblichen Laufstall damit er sich bewegen kann.


Hufschuhe anziehen ist ein bisschen wie einem kleinen Kind die Schischuhe anzuziehen. Heute hab ich mich auch dabei ertappt das ich genauso rede wie mit einem Kind. „So, jetzt reintreten, ja genau, fester, ein bisschen nach vorne – einmal noch fest aufstampfen, soo, gut gemacht, wir sind drinnen…“

Mittwoch, 2. Dezember 2009

Ruhige Wochen

Bernadette und Karin haben mir geraten mit Liberty nach der Eisenabnahme 2 bis 3 Wochen wenig zu machen. Einerseits braucht der Hufboden einen gewissen Reiz um zu wachsen, übertreiben darf mans aber nicht damit sich keine Entzündung oder ein Abszess bildet. Insofern ist das Wetter und der Boden bei uns im Wienerwald ideal: Gatsch

Ich muss sagen dass ich die ruhigen Tage genieße. Ich gehe weiterhin spazieren, wir machen ein bisschen Schritt und Trabarbeit auf unserem Grasviereck (sehr gatschig) und kleine Ausritte durch den Wald. Bis jetzt läuft alles super, nicht einmal ausgebrochen sind die Hufe, dort wo die Nägel drinnen waren. Gerade beim Spazieren gehen kann ich gut beobachten wo er geht und ausweicht und der Kleine latscht eigentlich überall drüber. Auch wenn mal wo ein paar Steine herumliegen und er eigentlich ausweichen könnte schreckt ihn das nicht.

Wir machen auch recht viel Bodenarbeit und ich hab wieder begonnen mit den Doppelzügeln zu arbeiten. Macht mir mehr Spaß das das normale longieren weil man sich mit dem Pferd bewegt. Hab mir jetzt auch endlich mal einen Longiergurt dazu gekauft und damit geht’s noch viel besser.

Mittwoch, 25. November 2009

Röngten

Hab nur ganz kurz Zeit aber die gute Nachricht muss unbedingt in den Blog. Die Röngtenfotos haben ergeben das Liberty keine Hufrehe und keine Hufbeinrotation hat. Alles ist in Ordnung die Hufe sehen so aus wie sie bei einem Pferd, dem man die Eisen abgenommen hat, aussehen sollte.

Juhhuuu!!!!

Sonntag, 22. November 2009

Anti-Elisabeth-Stimmung

Franz war dabei als Karin Libertys Hufe ausschnitt und mir alles erklärte. Er hat sich recht wenig geäußert als Karin dabei war, erst dann als sie weg war. Da raunte er mir zu: „Des Pferd hot nix“. Manchmal kann einem diese Klugscheißerei schon ziemlich auf die Nerven gehen. Ich habs unkommentiert gelassen und musste dann ohnehin schnell zu einem meiner Kunden fahren.

In der Zwischenzeit und während meiner Abwesenheit war dann mein Hufschmied im Stall um ein anderes Pferd zu beschlagen. Andi, der Schmied, und ich hatten vor meinem Urlaub lose ausgemacht zu telefonieren wann Liberty wieder beschlagen wird. Weil alles so knapp war hatte ich ihn über den neuen Stand der Dinge noch nicht informiert. Das übernahm dann Franz insofern als versuchte Karin als inkompetent hinzustellen und mich als eine die alles glaubt. Andi fühlte sich total übergangen und beleidigt weil ich ihn nicht informiert hatte. 

Ist doch toll, oder? Jeder quakt mit, gibt seinen Senf dazu aber Liberty ist immer noch mein Pferd und ich habe mich entschlossen Karin zu vertrauen. (und natürlich hab ich mich vorher umfassend über sie informiert, sie ist selbst Tierärztin, auf Hufe spezialisiert und wird u.a. von Sonja Appelt empfohlen). Ich hab keine Lust mehr mich laufend zu rechtfertigen. Trotzdem hab ich 3 Mal versucht Andi telefonisch zu erreichen – ohne Erfolg, er hat nicht abgehoben.

Am Montag Abend kommt auf jeden Fall mal Bernadette Steindl, die Tierärztin um die Bilder zu machen. Bin schon gespannt und die erste die sich freut wenn sich herausstellt das Karin sich vielleicht doch geirrt hat.

Freitag, 20. November 2009

Zurück vom Urlaub

Noch während wir am Donnerstag Abend beim Förderband auf unser Gepäck warteten rief ich Karin Schmid an und nach einigem Hin-und Her konnte ich sie dazu bringen gleich am nächsten Tag in der Früh zu mir und zu Liberty zu kommen.

Karin kam sehr pünktlich, wirkte sehr symphatisch und kam gleich zur Sache. Sie sprach nicht mehr von Rehe sondern von Hufbeinrotation, was im Prinzip aufs selbe hinausläuft aber in meinen Ohren nicht mehr so schlimm klang. Sie zeigte mir dass die Weiße Linie stark verbreitert ist und alle anderen Zeichen die darauf hinweisen das etwas nicht stimmt. Wenn alles optimal verläuft dann dauert es ca. 9 Monate bis der Huf wieder vollkommen gesund ist.

Karin nahm ihm das verbliebene Eisen ab, eines hatte er in der Zwischenzeit schon verloren, und schnitt ihn so aus das der Huf nun besser nachwachsen kann. Dabei wurde der Tragrand sehr zurückgeschnitten was bedeutet das ich sehr vorsichtig mit meinem Kleinen bin. Reiten auf weichem Boden ist möglich, Asphalt und Steine vermeiden – im Zweifelsfalle die Hufschuhe anziehen. Dann bekam ich noch eine Kräutermischung und Magnesium. Nur mehr 1 Karotte oder 1 Apfel pro Tag, Hafer und sonst außer Heu nichts mehr. Auf Hafer habe ich eh schon vor ca. 1 Monat umgestellt. Am Montag kommt noch eine zweite Ärztin um die Röngtenbilder von Libertys Hufen zu machen um den genauen Grad der Rotation festzustellen.

Sonntag, 8. November 2009

Wieder etwas ruhiger

Noch in der Nacht durchforsteten Andi und ich das Internet um möglichst viele Informationen über Hufrehe zu finden. Die Fülle von Informationen machte uns ganz konfus. Ich hielt mich vor allem an die Homepage von Sonja Appelt „wildhorse“, die ich schon beim letzten Mal um Rat gefragt hatte und bei der auch Karin Schmid „gelernt“ hat. Angestopft mit allen möglichen Infos und ich noch immer vollkommen von der Rolle fuhren wir am Sonntag früh gleich in den Stall zu Liberty. Claudia und Franz waren da und ich erzählte ihnen von der Diagnose. Beide konnten es kaum glauben und v.a. beruhigten sie mich etwas in dem sie mir alle möglichen Argumente anführten aber vor allem war deutlich zu sehen das Liberty auf keinen Fall irgendwelche Schmerzen hat. Zumindest das war ein Trost für mich und auch logisch, weil das hätte ich auch schon vorher bemerkt. Ich bin schließlich jeden Tag bei meinem Pferdchen und kenne ihn mittlerweile recht gut.
Auch an Sonja Appelt habe ich mich per mail wieder gewandt und sie hat mich ebenfalls ein bisschen ruhiger gemacht indem sie mir sagte das es nicht akut sei und sie den Verdacht ja auch schon hatte als ich ihr im Juni ebenfalls Fotos von Libertys Hufen schickte. Sie hat mir damals geraten mich an einen Tierarzt zu wenden, was ich auch tat. Die Ärztin hat aber Entwarnung gegeben, genauso wie mein Hufschmied und darauf hatte ich mich verlassen…. leider. (siehe Posts vom Juni)

Freitag, 6. November 2009

Manchmal kommt es anders....

Heute hatte ich die letzte Trainerstunde mit Katrin vor meinem Urlaub. Am Ende sind wir wieder auf das Thema Hufe zu sprechen gekommen weil ich ja Liberty noch immer gerne auf Barhuf umstellen möchte. Katrin hat mir wärmsten Karin Schmid empfohlen, die ihre Pferde betreut und die sie von einer Beschlag-Befürworterin zu einem Barhuf - Fan gemacht hat. Eigentlich, dachten wir, wäre der Zeitpunkt für eine Umstellung bei Liberty, während ich auf Urlaub, fahre ideal.


Die Zeit war allerdings knapp. Freitag früh bekam ich die Telefonnummer von Karin Schmid, am Montag um 06.00 Uhr geht mein Flug nach Ägypten. War mir aber egal, ich dachte einfach ich probiere es mal. Gedacht, getan, Karin hatte zwar am Freitag und Samstag keine Zeit mehr sagte aber zu eventuell am Sonntag zu kommen. Vorher sollte ich ihr aber noch Fotos von Libertys Hufen schicken, was ich auch tat. Karin versprach mir, bis spätestens Samstagabend anzurufen, was sie auch tat, um 22.30 Uhr.
Der Schock für mich war riesig als sie mir ihre Ferndiagnose verkündete: Chronische Hufrehe. Für mich brach eine Welt zusammen, das war wirklich das letzte womit ich gerechnet hatte. Karin meinte dass es keinen Sinn mehr hätte vor meinem Urlaub etwas zu machen weil unbedingt Röngtenbilder benötigt werden. Von meiner aktuellen Tierärtzin, die ich schon beim letzen Mal wegen der Hufprobleme hinzugezogen hatte, riet sie mir dringend ab und empfahl mir eine Ärztin mit der sie oft zusammen arbeitet.

Donnerstag, 5. November 2009

Sitzlonge

In unregelmäßigen Abständen macht Katrin mit mir eine Sitzlonge und ich finde das genial. Einmal nichts anderes tun als sich auf den Sitz und auf sich selbst zu konzentrieren. Sie baut dabei viele Elemente vom Centered Riding ein. Diesmal hat Andi auch zugesehen und da er selbst sehr intensiv Karate betrieben hat erkannte er sehr viele Dinge wieder. Auch da ging es darum nur den Bauch anzuspannen und ansonsten vollkommen locker zu bleiben.


Na ja, ein bisschen wird es noch dauern bis sich das bei mir so verinnerlicht hat das ich nicht mehr an alles einzeln denken muss.

Bauchnabel zum Kreuz, Hintern locker, Oberschenkel locker, chienbeinmuskulatur leicht anspannen, Arme herunterbaumeln lassen, ein Gummiband vom Brustbein zur Decke vorstellen, eine imaginäre Kugel im Becken ausbalancieren…. Ganz schön viel, oder?

Montag, 2. November 2009

Neuer Sattel



Am Donnerstag, den 29. Oktober war es endlich so weit. Othmar von OM Reitsport kam um 18.30 zu mir in die Halle um Liberty seinen neuen Sattel zu verpassen. Ich war den ganzen Tag schon sehr aufgeregt. Einerseits hab ich mich total gefreut und andererseits haben mir die zu erwartenden Kosten doch ein bisschen zu schaffen gemacht.


Othi wurde mir im Forum schon wärmstens empfohlen und auch Katrin, meine Trainerin, hatte nur gute Erfahrungen mit OM. Als er ankam, sich Liberty fachmännisch ansah und ein paar Sättel aus dem Auto holte fühlte ich mich sehr bald gut aufgehoben. Ein guter Verkäufer ist er schon, aber das kann man ihm sicher nicht zum Vorwurf machen. Der zweite Sattel den er auflegte und der erste auf dem ich Probe ritt war natürlich der teuerste. Als ich erst mal oben saß gabs gar keine Alternative mehr. Den Sattel musste ich haben und das hat man mir an der Nasenspitze angsehen. Othi hat alle anderen Sättel gleich wieder weggeräumt.
Aber nicht nur ich war vom Sitzgefühl begeistert sondern auch Liberty bewegte sich ganz anders. Das war natürlich der zweite ausschlaggebenden Grund den Sattel zu nehmen. Mittlerweile war ich schon zwei Mal in der Halle um zu trainieren und freu mich total an meinem Kauf und vor allem an dem Gefühl meinem Pferd etwas gutes getan zu haben.

Meinen Startrek hat er auch zurück genommen. Wahrscheinlich hätte ich privat mehr dafür bekommen, aber ich war froh das Ding los zu sein ohne großen Aufwand. Meine Begeisterung für baumlose Sättel ist dahin und ich kann sie wirklich niemanden der über 30 kg wiegt empfehlen!!

Montag, 26. Oktober 2009

Bewunderungs-Spaziergang



Zum Glück ist Othmar von OM-Reitsport am Donnerstag nächste Woche in unserer Nähe sodass ich mir meinen alten Sattel ansehen lassen bzw. einen Neuen kaufen kann. Sehr komisch ist es zwar schon, dass ein baumloser Sattel solche Druckstellen hinterlassen kann aber na ja, ist halt so…. In der Zwischenzeit wird Liberty nicht geritten.


Liberty schnorrt eine Mandarine

Wir machen wieder ausführlich Bodenarbeit und am Wochenende haben wir zu viert, Andi, Lara (Hund), Liberty und ich einen schönen und ausgiebigen sogenannten „Bewunderungs-Spaziergang“ durch die Hagenbachklamm gemacht. Das ist ein sehr beliebtes Familien Ausflugsziel ganz bei uns in der Nähe. Alle Leute bleiben stehen und bewundern das schöne Pferd das wie ein Hund an der Leine brav mitspaziert und neugierig herumsieht.


Her mit den Karotten

Es ist erstaunlich wie sehr Liberty es genießt nicht geritten sondern geführt zu werden. Völlig entspannt und kauend läuft er neben, hinter, zwischen und her und freut sich seines Pferdelebens. Muss ich unbedingt öfter machen.

Freitag, 23. Oktober 2009

Gehirnerschütterung


Da Liberty im Moment ja nicht geritten wird mache ich mit ihm Bodenarbeit. Weil aber der Weg auf unser Viereck derzeit irrsinnig gatschig ist, reite ich meist gleich ohne Sattel bis dorthin, arbeite mit Liberty und reite wieder zurück. Das ganze auch meist nur mit dem Knotenhalfter und dem Führstrick.


Ging auch bis dato immer gut und ich trage auch keinen Helm für die paar 100 Meter. Am Freitag hab ich mich irrsinnig abgehetzt damit ich noch in den Stall komme und bin wie gewohnt vorgegangen. Kurz bevor ich zurück in den Stall reiten wollte rief noch Andi an und wir beschlossen zum Heurigen zu gehen. Ich freute mich schon darauf, schwang mich auf Liberty und ab gings im Schritt nach Hause. Auf unserer Passstrecke wollte ich Liberty dann antraben, tat das offenbar ein bisserl hektisch und er machte ein oder zwei Galoppsprünge. Ich fiel herunter und irgendwie total blöd auf den Kopf, was mir noch nie passiert ist. Ich rappelte mich schnell wieder auf und freute mich total weil Liberty, trotzdem wir so nahe am Stall waren, stehen blieb und auf mich wartete. Ich dachte nur, das mir der Kopf ein bisschen weh tut, schwang mich wieder auf Liberty und ritt zum Stall.

Oben war gerade Franz da, wir plauderten ein bisschen und natürlich erzählte ich ihm nicht was geschehen war weils mir peinlich war. Ich band Liberty an, ging in die Sattelkammer und plötzlich stand ich vor meinem Kasten und wusste nicht wie ich dorthin gekommen war. Ich konnte mich plötzlich an überhaupt nichts mehr erinnern. Ich rief nach Franz, setzte mich hin und bat ihn Andi anzurufen. Ich hatte ein komplettes Blackout. Ich wusste nichts mehr vom Sturz, nicht welcher Tag war aber meinen Namen, den wusste ich noch. Franz war der Schrecken ins Gesicht geschrieben. Andi kam bald darauf und wir fuhren nach Hause. Die Erinnerung kam auch schon wieder zurück und ich konnte mich auch wieder an den Sturz erinnern. Deshalb wollte ich mir den Weg ins Krankenhaus sparen. Andi rief aber einen befreundeten Arzt an der ihm sagte das es bei Amnesie unbedingt notwendig sein den Kopf zu röntgten. Widerwillig ließ ich mich ins AKH bringen wo wir sehr lange warteten. Mein Kopf wurde geröntgt und kein Bruch oder sonstiges festgestellt. Dennoch eröffnete mir der Arzt, das ich mindestens über Nacht bleiben müsse und überhaupt keine Wahl habe. Man kann zwar sonst immer auf eigenes Risiko das Krankenhaus verlassen, einzige Ausnahme ist eine Gehirnerschütterung. Ich war den Tränen nahe. Ich hasse Krankenhäuser, bekomme da drinnen alle Zustände und habe Angst davor. Ganz abgesehen das am nächsten Tag eine Menge Aufträge auf mich warteten. Aber es half nichts, ich wurde mit der Bahre in mein Zimmer gebracht wo ich mich in Frauenzeitschriften vertiefte um nicht mit meinen beiden Zimmergenossinnen, die sich über Ihre Krankheiten austauschten, reden zu müssen.

Am nächsten Tag zu Mittag wurde ich entlassen. Natürlich hab ich darüber nachgedacht und bin aber zum Schluss gekommen das ich nichts an meinem Verhalten ändern werde. Gerade die spontanen Dinge machen am Reiten besonders Spaß. Der Helm garantiert nicht, dass mir nie wieder etwas passiert. Natürlich setzte ich ihn weiterhin auf aber es wird sicherlich wieder Situationen geben wo ich ohne Helm reite und ich habe nicht vor das Leben mit Samthandschuhen anzufassen.

Mittwoch, 21. Oktober 2009

Doch ein neuer Sattel

Vor wenigen Tagen habe ich bemerkt das das „Super Pad“ das ich mir extra für den baumlosen Sattel gekauft habe offenbar Libertys Winterfell am Rücken aufscheuert. Noch hab ich mir nichts dabei gedacht weil das Pad ein Gumminetz an der Unterseite hat wodurch der Sattel nicht rutscht. Gestern hab ich mir das ganze dann nochmals genauer angesehen und weiße Haare bemerkt. Ich habs Franz gezeigt, dann der Tierärztin und obwohl Liberty keine Schmerzen zu haben scheint, muss der Sattel dennoch irgendwo drücken.
Hab gleich bei OM angerufen und nächste Woche sind sie in unserer Gegend. Ich hoffe, das sie mich noch einquetschen können. Solange ich nicht Gewissheit habe wird nicht geritten

Montag, 12. Oktober 2009

Die "leichte" iberische Reitweise

Schon im Frühling, als ich zum ersten Mal bei einem Working Equitation Tunier bei der Rinderarbeit zusah fiel mir der brutale Umgang mit den Sporen der Reiter auf. Irgendwie hab ich das in der Zwischenzeit wohl verdrängt denn als Claudia und ich bei unserem Kurs in Spillern bei der letzten und routiniertesten Übungsgruppe zusahen erlebten wir das Ganze „hautnah“ mit.

Das Pferd der Reiterin weigerte sich zu den Rinder zu gehen, es hatte ganz offensichtlich Angst. Man konnte den Kommentaren auch entnehmen das sowohl Pferd als auch Reiterin schon Erfahrung mit Rinderarbeit hatten. Das bewog die Reiterin offenbar auch zu der Aussage: „Das Pferd hat keine Angst, es weigert sich ganz einfach“ – sprachs und drosch weiter mit beiden Beinen auf das Tier ein. Schlussendlich borgte sie sich eine Gerte aus und nachdem das Pferd dermaßen mit allen Konsequenzen bearbeitet wurde ging es auf die Kühe zu.

Mir blieb der Mund offen stehen als ich sah was die Reiterin mit ihren Sporen an der Flanke Ihres Wallachs angerichtet hatte. Das Tier blutete aus einer größeren Wunde. Plötzlich beugte sie sich Reiterin hinunter und nahm endlich war was sie getan hatte. Ich dachte mir, na endlich sieht sie was sie gemacht hat… aber, sie kommentierte die Wunde lediglich mit dem Wort „Scheiße“, wischte mit der behandschuhten Hand darüber, richtete den Sporen und weiter gings.

ES WAR KEIN TUNIER; NUR EINE ÜBUNG; ES GING UM NICHTS!!!!